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Die schönsten Sagen des klassischen Altertums

Titelblatt der Erstausgabe, Band 2: „Die Sagen Troja’s“ (1839)

Aus der Einleitung: Die schönsten Sagen des klassischen Altertums sind eine Sammlung antiker Mythen, die der deutsche Schriftsteller Gustav Schwab in den Jahren 1838 bis 1840 in drei Bänden herausgab. Schwabs Ziel war die Nacherzählung „der schönsten und bedeutungsvollsten Sagen des klassischen Altertums“ in schlichter Prosa, die dem Wortlaut der antiken Schriftsteller (besonders der Dichter) möglichst nahekommen sollte. Sein Zielpublikum waren „Kinder und Frauen“, die ohne Kenntnis der alten Sprachen die antike Sagenwelt kennenlernen wollten. Die Sammlung gilt als Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur. Sie ist im deutschsprachigen Raum das bekannteste und am weitesten verbreitete Werk dieser Art und wurde in 17 Sprachen übersetzt.

Ich habe den Artikel komplett überarbeitet, dabei Entstehungsgeschichte und Rezeption getrennt, die Textgeschichte umrissen und den Inhalt in Form einer vollständigen Kapitelliste dargestellt. Sicher merkt man dem Artikel an, dass er das Elaborat eines Spezialisten ist, der sich zu lange mit dem Thema beschäftigt hat und vor verschrobenen Formulierung nicht zurückschreckt.

Da dies mein erster Artikel über ein literarisches Werk ist, bin ich für jeden Hinweis dankbar. Mein Ziel ist die Auszeichnung als Exzellenter Artikel. -- jonathan groß (ad fontes) 08:36, 25. Feb. 2020 (CET)

Hallo Jonathan, danke für den Artikel, der mir schon jetzt sehr gut gefällt. Bei der ersten, flüchtigen Lektüre sind mir folgende Dinge ins Auge gefallen:
  • „Obwohl er diese Arbeit vor den Kindern geheim halten wollte […]“ – hier stellt man sich unwillkürlich die Frage, warum Schwab diese Arbeit eigentlich vor seinen Kindern geheim halten wollte. Ich vermute mal, weil er Schwierigkeiten bei der Ausübung seines Pfarramtes befürchtete, bin mir aber nicht ganz sicher. Könntest Du hier bitte einen Satz einfügen, der den Hintergrund erläutert? Falls meine Annahme korrekt ist, wäre es vielleicht sogar hilfreich, schon an dieser Stelle auf das Spannungsfeld zwischen dem Sittlichkeitsideal des frühen 19. Jahrhunderts und der Übersetzung von Texten aus der griechischen Mythologie hinzuweisen.
  • „Schwabs Briefwechsel mit seinen Verlegern ist vor allem nach dem Umzug von Stuttgart nach Gomaringen aufschlussreich.“ – Warum?
  • Zu den Bearbeitungen würde ich gerne genaueres erfahren. Ich habe mich nämlich gerade gefragt, welche Ausgabe ich kaufen sollte (bei meiner Auswanderung habe ich ja fast alle meiner Bücher in Deutschland zurücklassen müssen – ein schmerzlicher Verlust, den ich heute manchmal notdürftig auszugleichen versuche). Ich nehme mal an, dass jede der drei im Literaturverzeichnis aufgeführten Ausgaben im regulären Buchhandel erhältlich ist. Nun frage ich mich natürlich, wie weit etwa Carstensen oder Guggenmos in den Text eingegriffen haben, bzw. nach welchen Prinzipien sie gearbeitet haben. Oder sollte ich vielleicht zur jüngsten Ausgabe von Blunck und Heiland greifen? (die oben im Text leider nicht erwähnt bzw. vorgestellt wird – magst Du da nochmal nachbessern?) Letztendlich geht es wohl um die Frage, wieviel Schwab denn noch in den Bearbeitungen steckt.
  • Kleine Formalität: die Inhaltsübersicht enthält noch einige Verlinkungen auf Begriffsklärungsseiten.
  • Abschnitt zur Rezeption: das Beutler-Zitat benötigt noch einen Nachweis. Bei „Erst wenn man die wirre Buntscheckigkeit der Vorlagen erwägt, die Schwab übersetzt hat, erst dan“ handelt es sich wohl um einen Tippfehler (normalerweise korrigiere ich solche Dinge selbst, bei Zitaten greife ich aber nur ungerne ein)
Soweit erstmal. Herzliche Grüße aus dem fernen Mill Valley, --Frank Schulenburg (Diskussion) 14:59, 25. Feb. 2020 (CET)
Hallo Frank, danke für Dein Lob und die Anmerkungen. Lass mich kurz auf die angestoßenen Fragen eingehen:
  • Geheimhaltung: Deine Deutung wäre mir so nicht in den Sinn gekommen. Sie wirft natürlich interessante Fragen auf. Die Passage im Brief der 17-jährigen Tochter Sophie an ihren Verlobten liest sich etwas unschuldiger: „Von der neuen Unternehmung meines Vaters wußte ich noch kein Wort, bis ich ihn meiner Mutter diktiren hörte. Er hatte keinem Menschen etwas davon gesagt und wollte uns eigentlich überraschen, dann sah er aber doch, daß er es nicht so unbemerkt ausführen könne. Das diktiren ist ihm auch ganz bequem und ich bin jetzt meistens die Schreiberin, was mir ein sehr angenehmes Amt ist.“ (Stuttgart, 28. Februar 1837, Typokript S. 208). Da diese Briefe nicht publiziert sind und ich sie auch (Schande!) nicht am Original geprüft habe und nur nach einer Abschrift zitiere, kann ich sie hier nicht gut verbreiten. Vielleicht kann ich die Formulierung im Artikel etwas entschärfen ... vielleicht aber auch nicht, wenn sich so interessante Fragestellungen für den Historiker daraus ergeben.
  • aufschlussreich: Die Briefe werden erst nach dem Umzug nach Gomaringen aufschlussreich, weil sie erst durch die räumliche Entfernung von Stuttgart inhaltsreicher und häufiger werden. Zuvor haben alle Absprachen mündlich stattgefunden. Ich werde das im Artikel kurz erläutern.
  • Bearbeitungen: Ich gestehe, dass ich mich mit ihnen wenig befasst habe und z.B. gar nicht sagen kann, was jetzt Guggenmos oder Carstensen gegenüber dem Original auszeichnet (kürzere Sätze und „Mädchen“ statt „Mägdlein“, vermute ich mal). Da besteht tatsächlich noch Forschungsbedarf, den die Germanistik aufholen müsste. Alternativ könnte man in Zeitschriften und Zeitungen nach Rezensionen zu den Bearbeitungen suchen. Darauf habe ich, ehrlich gesagt, keine Lust. Die Erstausgabe gibt es ja kostenlos im Internet (Deutsches Textarchiv), und man muss nicht einmal Fraktur lesen können, weil sie auch als maschinenlesbarer Text in Antiqua zur Verfügung steht.
Ich stimme Dir zu, dass noch viel zu tun ist, aber ich möchte gut abwägen, was sich von den Desideraten im enzyklopädischen Rahmen erledigen lässt und was eine weitere Doktorarbeit erfordert. Herzliche Grüße vom Rhein hinüber, jonathan groß (ad fontes) 18:32, 25. Feb. 2020 (CET)
Danke für die prompte Antwort und die Änderungen, die Du inzwischen vorgenommen hast. Ich finde den Artikel klasse und weiß aus eigener Erfahrung, dass sich manche Wünsche mangels Literatur nicht erfüllen lassen. Bleibt für mich persönlich natürlich immer noch die Frage, welche Ausgabe ich denn jetzt kaufen soll. Na, mal sehn, ob ich vielleicht Rezensionen finden kann. Ganz herzliche Grüße! --Frank Schulenburg (Diskussion) 22:27, 26. Feb. 2020 (CET) P.S. Die Sache mit dem Sittlichkeitsideal hätte ich schon spannend gefunden. Da geht dieser Schwab also als Pfarrer in ein kleines Nest in der tiefsten schwäbischen Provinz und übersetzt Texte, bei denen es unter anderem um Inzest geht… das muss doch bestimmt heikel gewesen sein :-) --Frank Schulenburg (Diskussion) 22:27, 26. Feb. 2020 (CET)

Hallo Jonathan, das ist doch ein Klassiker - ganz herzlichen Dank für diesen sehr schönen und guten Artikel! Gerne gebe ich Rückmeldungen. Die Zwischentitel sind lang, anbei folgen Vorschläge.

  • Aussagen des Autors: Die Formulierungen sind nah an der Quelle. Einige Zitate sind sicher wertvoll, aber ganze Passagen aus den Briefen betreffen weder das Werk noch den enzyklopädischen Artikel. Eher erwarte ich wörtliche Zitate aus den Sagen.
  • Ausgaben und Verbreitung: Die Aufzählung der verschiedenen Ausgaben ist lang und verwirrend, ich habe keinen Überblick.
  • Inhalt: Die Aufzählung aller Bücher und Sagen gefällt mir sehr gut. Interessieren würde mich kurze Begleittexte, die z.B. auf Hauptartikel der Wikipedia hinweisen.
  • Erster Teil: Spannend wäre eine Tabelle mit Spalten, welche die verschiedenen Aspekte vergleicht: Welche Sagen wurden in den letzten 150 Jahren favorisiert oder auch entfernt? Was wurde in Kurzfassungen übernommen? Oder wo ist die Quelle der Sage? Was wurde übersetzt?
  • Zweiter Teil: Welche Teile stammen z.B. von Homer?
  • Sicher hat es zwei oder drei passende Bilder.
  • Die Kritik kommt etwas zu kurz. Was erwarten wir heute? Wie stehen wir zum "anstössigen", das fehlt? Wie ist das Verhältnis zu den direkten Übersetzungen der Quellen (z.B. Voss, Schadewaldt)?

--ELexikon (Diskussion) 20:42, 26. Feb. 2020 (CET)

Hallo @ELexikon:, danke für die Lektüre und Deine Vorschläge. Die langen Zwischentitel finde ich als Laptopleser nicht schlimm.
  • Aussagen des Autors: Da es um die Gesamtanlage des Werks geht, halte ich Zitate aus den Sagen selbst (ich nehme an, Du meinst den Haupttext, die nacherzählten Sagen) nicht für sinnvoll. Ich zitiere aus den besten erreichbaren Quellen, dem Vorwort des Verfassers und der unedierten Korrespondenz seines Umfeldes. Was Dir genau an dem Abschnitt und der Auswahl der Zitate nicht zusagt, verstehe ich nicht. Vielleicht kannst Du da konkreter werden?
  • Inhalt: Das wäre vielleicht interessant, aber auch sehr aufwändig und umfangreich. Man könnte an eine Auslagerung wie bei Inhalt der Ilias denken. Kurze Inhaltsangaben zu den Sagen zu verfassen wäre vielleicht nützlich (aber sicher zu aufwändig), aber noch besser wäre es, in jedem Kapitel auf einen Wikipedia-Artikel zu verweisen. Das kann ich sicher noch eingehender als bisher versuchen. Was die Quellen angeht: Wenn ich die hier alle verrate, hat ja niemand mehr einen Grund meine Doktorarbeit zu lesen :-) Außerdem haben manche Kapitel eine sehr komplexe Quellenlage, die im einzelnen auszuführen den enzyklopädischen Rahmen sprengt. Das führt wiederum zu der Frage: Wenn man nur eine Auswahl der nachweislichen Quellen angibt, nach welchen Kriterien soll die Auswahl erfolgen? Nur „Hauptquellen“? Und nur diejenigen, die Schwab selbst im Vorwort angibt, oder zusätzlich ungenannte (von der Forschung eruierte), die ganzen Kapiteln zugrunde liegen? Und mit Einzelnachweisen auf die Sekundärliteratur? Da wird dann mindestens 200x "Groß 2020" stehen.
  • Erster Teil: Mir scheint, Du willst auf einen Vergleich der verschiedenen Ausgaben hinaus. Das wäre wieder ein Kapitel für sich, es gibt ja über 300 deutschsprachige Ausgaben und noch Dutzende Übersetzungen. Der Nutzen einer solchen sehr mühsamen, zeitraubenden und aufgrund der Zerstreuung des Materials nahezu unumsetzbaren Durchsicht erschließt sich mir noch nicht. Interessanter wäre ein Vergleich, welche Mythen in welchen Nacherzählungen auf welche Weise oder überhaupt behandelt werden. Aber das gehört meines Erachtens nicht in einen Artikel über Schwabs Sagenbuch, sondern in einen Essay oder eine Monografienreihe über Rezeption antiker Mythen in der Kinder- und Jugendliteratur.
  • Zweiter Teil: s.o., Inhalt
  • Bilder: Man kann auf jeden Bilder von John Flaxman zeigen, mit denen Schwab im 19. und 20. Jahrhundert illustriert wurde. Neuere Illustrationen scheiden aus urheberrechtlichen Gründen aus, und beliebige Abbildungen (moderne Kunst oder antike Vasenbilder) gehören eher in die Artikel über die mythischen Stoffe. Gern hätte ich die Illustrationen zu Schwabs „Sagen“ eigens behandelt, aber da fehlt es an Vorarbeiten.
  • Kritik: Ich stimme Dir zu. Die Entfernung des „Anstößigen“ kann man sicher an ein, zwei Beispielen konkretisieren (Ödipus, Odysseus und Kirke und Kalypso). Vor Jahren habe ich mal die treffende Formulierung gefunden, dass Schwab dem Mythos „die Zähne gezogen“ hat, aber das Zitat konnte ich damals nicht verifizieren.
Das Verhältnis zu den Übersetzungen könnte man auch an einem Beispiel zeigen. jonathan groß (ad fontes) 11:47, 3. Mär. 2020 (CET)
Eben fertig hochgeladen:
 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
jonathan groß (ad fontes) 20:35, 4. Mär. 2020 (CET)

Zu Der Literaturkritiker Walter Benjamin beurteilte zur selben Zeit Schwabs Nacherzählung als abschließende (epochale) Vollendung des deutschsprachigen Sagenbuchs und die Kodifizierung des griechischen Mythos als Bestandteil des humanistischen Bildungskanons...zunächst mal ist das Etikett "Literaturkritiker" für Walter Benjamin deutlich zu klein (wohingegen mir als Hesse-Hasser "Kein Geringerer als Hermann Hesse", aber lassen wir das...). Zweitens wird er sinnentstellend zitiert, und woraufhin Benjamin eigentlich herauswill, nämlich der Erzählstil, kommt gar nicht erst zur Sprache. Habs nämlich gerade aus dem Regal gekramt und nachgelesen, was er da schreibt, der Benjamin, weil ich mich frug, was es denn mit diesem "deutschsprachiges Sagenbuch" auf sich hat, das Schwab "vollendet" haben soll, vermutlich eher nix Klassizistisches, eher unsere volks- bzw. deutschtümelnden Märchenonkel, also Grimm, Hauff, Bechstein usw., und dass das ja schon erstaunlich ist, dass der Pokal ausgerechnet an Schwab mit seinem Griechenkrams gehen soll, dachte ich mir in meinem Ohrensessel. Jedenfalls schreibt Benjamin mitnichten, Schwab sei die "Vollendung des deutschsprachigen Sagenbuchs" gelungen. Das "vollendete Muster" für "jede Niederschrift von Sagen" sind laut Benjamin doch gar nicht die schwabschen schönsten klassischen, sondern vielmehr die grimmschen Deutschen Sagen, die dem Epigonen Schwab sogar noch "zwanzig Jahre später" noch "den Weg gewiesen" hätten, also als derartige "Sagenbücher" längst aus der Mode geraten war, woran auch Schwabs Sagen nix mehr ändern konnten, auch die hätten nämlich keine "Neubelebung" der spätromantischen Sagensammelei bewirkt, die 1838 also schon mausetot war, oder in den letzten Zuckungen lag, denn sonst hätte man sie ja nicht "neubeleben" müssen. "Abschließend" und "epochal" sind die Schwabschen Sagen folglich, weil mit ihnen eine ganze Epoche endet, oder verendet, aber eher nicht vollendet in Sinne von vervollkommnet wird. Dass der Benjamin meint, dass "das Größte" an Schwab seine "Banalität" sei, verschweigt der Artikel höflich. Damit meint er den Stil Schwabs, oder besser gesagt sein Verzicht auf einen literarischen Stil, sein "Lakonismus". "Stimmung, Dialog und Nuance", also alles, was die schöne Literatur so auszeichnet, gehe Schwab und seinen Sagen vollkommen ab, und genau so solle es auch sein, weil Sagen nunmal so sind und nicht mit neumodischem "Schmock" aufgehübscht werden sollten, meint der Benjamin (und übersieht dabei souverän den Widersprruch, dass dieser "lakonische" Stil, wenn er bei Grimms Deutschen Sagen abgeschaut ist, gar nicht authentisch ist, den antiken Vorlagen also gar nicht eignete, ihnen aber von Schwab gewaltsam aufgezwungen wurde, "vom Glanze künstlerischer Darstellung entkleidet"...). Der einzige Grimm, der derzeit im Artikel erwähnt wird, ist aber ein gewisser "Bertram Grimm", und der ist nichtmal echt, da geht noch was. --2A01:C23:5C45:2100:A1A0:AFF:A1B3:E16E 21:00, 19. Mär. 2020 (CET)

Danke, liebe IP! Dein launiges Feedback ist sehr hilfreich: Einmal legt es den Finger in die Wunde, dass der Rezeptionsabschnitt noch recht einseitig ist. Andererseits verweist es auf die Erzähltradition, in der Schwab schrieb. Grimms Märchen sollten dabei natürlich ebenso erwähnt werden wie Karl Friedrich Beckers Erzählungen aus der alten Welt, Georg Ludwig Jerrers Weltgeschichte für Kinder und Schwabs Deutsche Volksbücher. jonathan groß (ad fontes) 08:42, 30. Mär. 2020 (CEST)
PS: Bei Lorenz Jäger kommt Schwab besser weg (FAZ 2. März 2007): Gegen Benjamins Vorwurf der Banalisierung lobt er die altersgerechte Aufbereitung des griechischen Mythos für ältere Kinder, die so nach den Märchen an komplexe moralische Fragen herangeführt werden. jonathan groß (ad fontes) 08:54, 30. Mär. 2020 (CEST)
Spannendes Forschungsthema! Vielen Dank, dass du das in Form eines -freilich komprimiereten- WP-Artikels hier teilen willst. Manches wird angerissen, aber nicht so recht ausgeführt. Der launigen Kritik bezüglich Benjamin möchte ich mich einfach mal unbesehen anschließen. Ich habe Benjamin zwar nicht zur Hand, aber ihn im Sinne der IP erinnerlich auch so verstanden, dass es ihm um die stilistische Reduktion im Vergleich mit der Bildgewaltigkeit der antiken Vorlagen ging. Das ist sicher noch mal einen Blick wert. Ansonsten fällt mir der letzte Absatz des Rezeptionsabschnitts als ausbauwürdig aus. Dass seit den 70ern das Interesse an den schönsten Sagen erwachte ist ja schön und gut, aber: was hatten sie denn dazu zu sagen? Soweit ich mich erinnere, sieht Rutenfranz Beckers Erzählungen aus der alten Welt quasi als Grundlage, auf dem Schwab aufbaut. Du erwähnst oben noch Meynier und die Grimms als stilistische Vorläufer. Das gehört dann aber eher in den Abschnitt Entstehungsgeschichte. Rutenfranz betont meiner Erinnerung nach den kanonischen Charakter der Schwabschen Aufbereitung, wobei ich mich frage, inwieweit das Auswirkungen auf den Inhalt der Schulbildung hatte. Das Werk hatte vermutlich einen großen Impact als niederschwelliges Angebot der humanistischen Bildung. Gibt es dazu etwas in der Schulbuchforschung? --Salomis 00:58, 6. Apr. 2020 (CEST)
Launische IP calling. Benjamin war nur der Aufhänger dafür, was mir und offenbar auch Salomis fehlt: nämlich eine Darstellung der Erzählweise, also des Stils. Wie Schwabs schulemachende "Art der Bearbeitung" und "Annäherung an die antiken Quellen" konkret ausschaut, bleibt bislang dunkel. Die Aussagen dazu sind unübersichtlicherweise über mehrere Kapitel verteilt und arg widersprüchlich, woran der Schwab aber mindestens ebenso schuld ist wie der Artikel, denn wenn er im Vorwort schreibt, dass er die alten Dichter zwar "wo immer möglich, mit ihren eigenen Worten nacherzählen" wolle, sie aber bedauerlicherweise "vom Glanze künstlerischer Darstellung entkleiden" müsse, dann ist das doch ein kolossaler Widerspruch, der der Klärung bedarf. Der Artikel hilft da nicht wirklich weiter, ich zumindest wurde so gar nicht schlau aus der überhaupt sehr verwickelten Aussage Der Erfolg der schönsten Sagen des klassischen Altertums beruhte zu einem großen Teil auf der Präsentation eines umfangreichen Stoffes aus einer Vielzahl unterschiedlichster Quellen, deren Inhalt in ansprechender und einheitlicher Weise getreu wiedergegeben wird. Erst mithilfe des Folgesatzes begann ich zu ahnen, was hier gemeint sein könnte: Dass der Schwab also eine für den Laienleser viel zu "umfangreiche" Fülle antiker Quellen homogenisiert, pasteurisiert und solange eingekocht hat, bis sich alle alle Unterschiede, Widersprüche und Hexameter aufgelöst haben und sich der nun in "einheitlicher" Konsistenz vorliegende Stoff in drei handliche Duodezbände packen ließ, die der Biedermeierbildungsbürger "ansprechend" fand und deswegen gekauft hat: so ungefähr wirds wohl gewesen sein. Das beißt sich aber doch wieder mit der Behauptung, Schwab habe den Inhalt seiner Quellen "getreu" weitergegeben - das Gegenteil ist doch der Fall. Hätte er auf eine "getreue" Wiedergabe der "wirren Buntscheckigkeit der Vorlagen" gesetzt, wäre die gerühmte "Geschlossenheit des Vortrags" doch dahin, logischerweise, oder nicht? You can't make an omelette without breaking eggs, wie der Angelsachse sagt. --2A01:C22:B02E:DE00:CB8B:8C55:DF26:958 19:06, 7. Apr. 2020 (CEST)
PS: Und außerdem möchte ich mich Salomis anschließen, wass die Frage Dass seit den 70ern das Interesse an den schönsten Sagen erwachte ist ja schön und gut, aber: was hatten sie denn dazu zu sagen? angeht. Mehrfach liest man, dass sich große und kleine Lichter mit der Bedeutung und Funktion Sammlung Schwabs im/für den "humanistischen" resp. "bürgerlichen" "Bildungsverständnis" resp. "Bildungskanon" auseinandergesetzt haben, vertieft wird das aber an keiner Stelle. Zu welchen Schlüssen kommen denn nu z. B. Daniela Evers (2001) und Maria Rutenfranz (2004) nu in ihren "eingehenden Studien zu Inhalt und Intention der Sammlung"? 2A01:C22:B02E:DE00:CB8B:8C55:DF26:958 19:15, 7. Apr. 2020 (CEST)

Illustrationen

Thema Illustrationen: Das möchte ich mal systematisch angehen, da sollte sich doch noch Literatur finden lassen.

Im Abschnitt „Ausgaben“ kann ich (wie heute geschehen) Einbände verschiedener Ausgaben zeigen.

Was die eigentlichen Illustrationen betrifft, da kann man schon sehr schöne Linien ziehen von den schlichten Umrisszeichnungen der Erstausgabe zu den schattierten Varianten in späteren Auflagen, den knallbunten Farbclichés des späten 19. Jahrhunderts und den verschiedenen Weiterbildungen des 20. Jahrhunderts: Beutler, der Flaxman’s Umrisszeichnungen museal konservierte, während Ernst Pfuhl (und nach ihm Karl Schefold) munter antike und moderne Kunst mischte. Dann gibt es noch eine Ausgabe der Argonautensage mit expressionistischen Kohlezeichnungen, die ich leider nicht fotografiert habe. Und natürlich gibt es die Nachkriegsausgaben, die aber hier aus urheberrechtlichen Gründen wegfallen.

Ich stell mal ein paar Bilder hier in eine Galerie, zum späteren Einsatz. jonathan groß (ad fontes) 00:18, 5. Mär. 2020 (CET)

Eventuell könnte man noch scannen: Gustav Schwab: Herkules Heldentaten. Herausgegeben von der Lehrervereinigung für Kunstpflege, Berlin. Mit Bildern von A. Schmidhammer. Enßlin & Laiblin, Reutlingen 1921 (Bunte Jugendbücher 9) DNB. Urheberrechtlich geschützt sind:

  • Gustav Schwab: Die Argonauten. Dem Epos des Apollonius nacherzählt. Mit Original-Lithographien von Richard Seewald. Propyläen-Verlag, Berlin 1923. 73 Seiten. (Eine kleine Kostbarkeit: kostet antiquarisch ab 300 €, erzielt auf dem Kunstmarkt über 500 €).
  • Die schönsten Sagen des klassischen Altertums von Gustav Schwab. Für die Jugend neu bearbeitet. Mit Zeichnungen von Willy Widmann. Buchgemeinde Alpenland, Klagenfurt 1962. DNB
  • Die schönsten Sagen des klassischen Altertums von Gustav Schwab mit 70 Holzstichen von Emil Zbinden, Bern. Fackelträger Verlag Schmidt Küster, Hannover 1967. (Antiquarisch für 23 € zu haben. abebooks.)

Mich wundert, dass ich im Internet so viele Bücher mit Illustrationen von „Willy Widmann“ (mit i) finde, aber sonst nichts zu ihm. War das vielleicht ein Deckname für Willy Wiedmann, der seine künstlerische Persona von diesen Auftragsarbeiten abgrenzen wollte? --jonathan groß (ad fontes) 09:59, 5. Mär. 2020 (CET)


@Frank Schulenburg, ELexikon: Ich habe eben einen Abschnitt über die Illustrationen ergänzt. Wenn ihr Zeit findet, könnt ihr mir noch etwas dazu schreiben? Viele Grüße, jonathan groß (ad fontes) 14:41, 19. Mär. 2020 (CET)

Ich finde die Ergänzung gelungen. Vielen herzlichen Dank dafür. Danke auch, dass Du mich benachrichtigt hast. Du weißt wahrscheinlich noch von früher, wie sehr mir die Illustration von Artikeln und damit auch das Meta-Thema „Bebilderung von etwas“ am Herzen liegt. --Frank Schulenburg (Diskussion) 15:29, 19. Mär. 2020 (CET)
Spontan: Sehr schöne Bilder, genauso habe ich mir das vorgestellt. Super. Merci. Werde mich nochmals präziser äussern in der nächsten Zeit. --ELexikon (Diskussion) 21:21, 19. Mär. 2020 (CET)

Kritik

Neben Rezensionen zur Erstausgabe ist für das 19. Jahrhundert wichtig:

  • Heinrich Wilhelm Stoll: Die Sagen des classischen Alterthums: Erzählungen aus der alten Welt, Band 1, Vorwort. Leipzig 1862 (GBS).
  • Otto Willmann: Die Odyssee im erziehenden Unterrichte. Leipzig 1868, S. 5–9 (GBS), und dazu eine anonyme Rezension im Literarischen Centralblatt für Deutschland, Jahrgang 1868, Nr. 24 (6. Juni), Sp. 649–651 (GBS).

Wichtige Anhaltspunkte zur Bewertung in den 1920er Jahren finden sich in den Vorworten von Albrecht Schaeffer: Griechische Helden-Sagen neu erzählt, Leipzig: Insel-Verlag 1929 (muss ich noch besorgen). Dazu der Verriss von Walter Benjamin und die Entgegnung von Ludwig Strauss (Einspruch gegen eine Rezension [1929], in: Gesammelte Werke 2: Schriften zur Dichtung. Stuttgart 1998, S. 341–344). Unklar sind mir noch zwei bei Google Books aufgespürte Stellen in der Zeitschrift Das Inselschiff, Band 9–10, Leipzig 1929, S.158; S.234 (GBS). jonathan groß (ad fontes) 17:50, 10. Mär. 2020 (CET)

Brüderchen und Schwesterchen

Brüderchen und Schwesterchen ist ein Märchen (ATU 450). Es steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm an Stelle 11 (KHM 11).
Besser krieg ichs nicht hin, ist das zu lang oder zu kurz, zu detailliert oder kryptisch - bitte gebt euren Senf dazu. Stoll (Diskussion) 15:00, 27. Mär. 2020 (CET)

Hallo Stoll, es ist üblich, die Einleitung vor das Review zu setzen, damit Leser sich direkt ein Bild machen können, worum es im Artikel geht - ich habe das jetzt einfach mal nachgeholt. Für Dienstag habe ich den Artikel als Review des Tages eingetragen (nur zu Deiner Info). Viele Grüße, --AnnaS. (DISK) 22:02, 29. Mär. 2020 (CEST)
  • derzeit noch nicht lesenswert Im Detail:
    • Fachkompetenz des Bewertenden (5): literatur ist nicht mein schwerpunkt, von kunst und kultur habe ich aber schon ein wenig ahnung
    • Lemma: ok
    • Einleitung:zu kurz. schon ein kurzers scrollen über den artikel sagt mir, dass hier noch mindestens je ein satz zu herkunft, interpretation und rezeption hilfreich wäre, damit ich als leser einen eindruck davon bekomme, was der artikel beinhaltet. ATU und KHM finde ich in der einleitung unpassend. besser später einführen, dort kurz erläutern und dann anschließend kurz zitieren.
    • Links: ok
    • Gliederung: bitte noch weiter untergliedern
    • Stil:
      • nimmt das Mädchen zur Frau auf sein Schloss, das Reh dazu. Als sie ein Kind kriegt, kommt die Stiefmutter als Dienerin, erstickt die Königin im Bad und legt ihre eigene, einäugige Tochter ins Bett. Der König merkt nichts. Nur die Kinderfrau sieht mitternachts die Königin ihr Kind und Reh versorgen. hier komme ich nicht ganz mit: wer ist tot und wer lebt noch? wer tritt anschließend als geist auf?
      • Märchentyp AaTh 450 Brüderchen und Schwesterchen kommt in Europa und im Nahen Osten vor das kommt sehr unvermittelt und ohne zuvor den "märchentyp AaTh 450" einzuführen. was ist das und wie kommt es zu dieser bezeichnung?
    • Inhalt:
      • Inhalt: m.e. sollten die verse der toten durchaus wörtlich zitiert werden
      • Stil: in diesem abschnitt bin ich nicht sicher, ob das mit stil passend überschrieben ist und nicht eine andere überschrift oder andere gliederung passender wäre. die vergleiche der motive mit anderen märchen sind ja nicht direkt stilistische besonderheiten und auch die beschriebene andere variante ist kein stilelement. vielleicht den ganzen abschnitt nochmal neu denken und alles was nicht tatsächlich stilistisches behandelt, ausgliedern?
      • Herkunft: das ist mir zu sehr im telegrammstil abgehandelt und zu viel nebeneinandergestellte information, die für den leser kaum eingeordnet wird. hier wünsche ich mir mehr mut, den leser an der hand zu nehmen und die recherchierten informationen für den leser zu gliedern, zu hierarchisieren und in eine sinnvolle abfolge zu bringen. vielleicht hilft schon, den text mit weiteren überschriften zu untergliedern.
      • Interpretation: hier gilt das selbe wie zuvor zum kapitel "Herkunft". ich lese hier eine reihe unvermittelt hintereinandergestellte interpretationsansätze. auch hier könnten zwischenüberschriften helfen und jeder ansatz sollte zu beginn kurz eingeordnet werden (was für ein weltbild steht dahinter, aus welcher zeit stammt diese interpretation usw). dazu fehlt mir dann eine übergreifende zusammenfassung: worin sind sich die interpretationen weitgehend einig? hat es hier einen wandel über die zeit gegeben? sieht man das heute anders als früher?
      • Rezeption: das ist mir zu knapp. welche motive werden bei bildlichen darstellungen genau aufgegriffen? was wird hinzugefügt und welche motive werden ggf. damit verknüpft (z.b. zeigt ja die illustration von ludwig emil grimm einen engel, der gar nicht im märchen vorkommt und orientiert sich bei der darstellung an klassische verkündigungsdarstellungen) wie wird das märchen inszeniert? was wird ggf. weggelassen?
    • Bilder: auswahl ok, allerdings finden die illustrationen im text gar nicht statt. hier wünsche ich mir doch noch mehr!
    • Belege: gut
    • Fazit: ein interessantes thema, zu dem auch schon viel recherchiert wurde, allerdings wird die information für den leser noch nicht recht erschlossen, bitte die längeren abschnitte noch weiter untergliedern, die referierten informationen besser einordnen und den rezeptionsteil noch weiter ausbauen. lg,-- poupou review? 12:15, 22. Apr. 2020 (CEST) Meine Review-Kriterien.
Im Artikel steht derzeit: "Besonders beeindrucken der Verklärten melancholische Verse". Das ist kein Deutsch, denn da verstehe ich nur ungefähr, was der Schreiber mir sagen will. --Fit (Diskussion) 10:11, 26. Mai 2020 (CEST)
Kleinigkeit: Die Inhaltsbeschreibung braucht noch ein bisschen Aufmerksamkeit. Beispiel: Nur die Kinderfrau sieht mitternachts die Königin ihr Kind und Reh versorgen. Als der Geist gar spricht, meldet sie es dem König. Welcher Geist? Gruß, --Stilfehler (Diskussion) 22:49, 29. Mai 2020 (CEST)

Moonlight (2016)

Mahershala Ali wurde für seine Rolle des Drogenhändlers Juan im Rahmen der Oscarverleihung 2017 als bester Nebendarsteller ausgezeichnet

Moonlight ist ein US-amerikanisches Filmdrama von Barry Jenkins aus dem Jahr 2016, das auf dem Theaterstück In Moonlight Black Boys Look Blue von Tarell Alvin McCraney basiert. Der Film erzählt in drei Kapiteln die Geschichte eines jungen, homosexuellen, afroamerikanischen Mannes und kam am 21. Oktober 2016 in ausgewählte US-amerikanische Kinos.

Ich würde den Artikel gerne für eine Lesenswert-Kandidatur vorschlagen können und habe gerade Zeit, mich um Verbesserungsvorschläge zu kümmern. --IgorCalzone1 (Diskussion) 17:34, 29. Mär. 2020 (CEST)

Danke für den Artikel. Ich habe erstmal nur die Abschnitte Filmanalyse, Rezeption und Einzelnachweise überflogen und dabei fällt mir folgendes auf:

  • Das Thema Rasse und Rassismus spielt kaum eine Rolle, kann das wirklich sein? Immerhin ist das Thema vor allem in den USA omnipräsent und dass es da bei einem Oscargewinner mit schwarzen Hauptfiguren kaum Aussagen durch Kritiker geben soll, fällt mir schwer zu glauben.
  • Die Auswahl an Kritiken finde ich schwach, da sie überwiegend aus der Zeit vor dem (US-)Kinostart sind und zu sehr aus (vergleichsweise unbedeutenden) Online-Magazinen stammen (Indiewire, Screencrush, Spiegel online). Kritiken aus Filmfachmagazinen und großen Tages- und Wochenzeitungen und Zeitschriften sucht man vergebens. Wie sieht es etwa aus mit Kritiken aus NY Times, LA Times, Chicago Sun-Times, The New Yorker sowie FAZ, NZZ, Film-Dienst, epd Film etc.?
  • An manchen Stellen im Artikel fällt auf, dass die Aussagen noch nicht aktualisiert bzw. finalisiert sind. Beispiele: In Deutschland verzeichnet der Film bislang 451.868 Besucher. (Aussage von 2017, wie ist der aktuelle Stand?), Am 24. November 2016 gab der Berliner Independent-Verleih DCM bekannt, den Film am 9. März 2017 in Deutschland und der Schweiz in die Kinos zu bringen. (Das Datum der Ankündigung ist irrelevant, wichtiger ist, ob das Kinostartdatum so geblieben ist?)
  • In den Einzelnachweisen gibt es mehrere, bei denen ein Archivlink automatisch gesetzt wurde, dies sollte noch korrigiert/aktualisiert werden.

Soweit fürs Erste, weitere Anmerkungen dann später.--Stegosaurus (Diskussion) 08:14, 2. Apr. 2020 (CEST)

Auch von meiner Seite erstmal danke für den Artikel. Mir ist aufgefallen, dass er an vielen Stellen zu ausführlich geschrieben ist. Die Sätze sind oft verschachtelt. Da kann man bestimmt noch straffen, das würde den Text m.E. verständlicher machen. Habe mal ein bisschen was korrigiert, vielleicht hilft es dir.--Kaethe17 (Diskussion) 22:23, 2. Apr. 2020 (CEST)
Vielen Dank für den Artikel. Was meiner Ansicht nach noch fehlt, sind weitere Rezensionen oder auch Interpretationen, die Bezug auf die LGBT-Thematik im Film nehmen, beispielsweise von The Advocate oder Out sowie der LGBT-Rubriken größerer Publikationen wie des Guardian, weil der Film natürlich in der Gemeinschaft viel diskutiert wurde. Auch darf der Einfluss des Films, wie groß er auch sein mag, im Bezug auf LGBT-Filme allgemein nicht außer Acht gelassen werden. Er war die erste LGBT-Produktion, die in der Königskategorie Bester Film die Auszeichnung erhalten hat.--Frau von E. (Diskussion) 20:50, 4. Apr. 2020 (CEST)

@IgorCalzone1: Ich glaub es wäre günstig, wenn du hier in der Review-Disk auf die Kritik und Verbesserungsvorschläge eingehst und sie beantwortest, damit man als Reviewer weiß, welche davon erledigt sind. Gilt auch für Kandidaturen.--Stegosaurus (Diskussion) 19:19, 7. Apr. 2020 (CEST)

@Stegosaurus: Um auf deine einleitende Kritik bzw. Frage "Rassismus spielt kaum eine Rolle, kann das wirklich sein?" richtig antworten zu können, muss ich fragen: Hast du den Film überhaupt gesehen? --IgorCalzone1 (Diskussion) 20:54, 7. Apr. 2020 (CEST)
Nein, den Film hab ich nicht gesehen. Ich wollte auch überhaupt nicht unterstellen, dass der Film rassistisch ist. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass das Themengebiet Rasse derzeit in den Kritikermeinungen, die im Artikel vertreten sind, verdächtig wenig vertreten ist und dass du deshalb prüfen solltest, ob das Kritikerbild insofern realistisch widergegeben ist.--Stegosaurus (Diskussion) 22:08, 7. Apr. 2020 (CEST)

Danke für die letzten Anmerkungen. Habe es versucht umzusetzen:

  • Straffungen im Abschnitt Rollennamen Ja
  • Straffungen im Abschnitt Filmmusik Ja.
  • Straffungen im Abschnitt Kritiken Ja, teilw. gekürzt
  • zudem wurde die Auswahl der Auszeichnungen gekürzt
  • auch eine Anmerkung, dass der Film die erste LGBT-Produktion war, die in der Königskategorie Bester Film die Auszeichnung erhalten hat, wurde aufgenommen, also Ja

Weitere Rezensionen oder auch Interpretationen, die Bezug auf die LGBT-Thematik nehmen, kommen in den nächsten Tagen. Ebenso weitere Straffungen.

Und Stegosaurus: Bitte habe Verständnis dafür, dass ich dir, erst wenn ich mal Zeit dafür finde, erklären kann, inwieweit Rassismus im Film eine Rolle spielt (schon mal so viel: gar nicht; auch wenn das schwer zu glauben sein mag, bei so vielen Afroamerikanern im Film). Und zur schwachen Auswahl der Kritiken erstmal nur so viel: Bei der Chicago Sun-Times ist beispielsweise in den letzten Jahren genau ein Kritiker irgendwie aktiv, nämlich Richard Roeper, dessen Kritiken mir nichts sagen. Die NY Times und The New Yorker veröffentlichen in den letzten Jahren zumeist nur Kritiken zu Filmen aus den 1960er, 1970er und 1980er Jahren und eigentlich kaum zu Festivalfilmen. Gibt es da einen konkreten Kritiker, über den du gestolpert bist, der hier unbedingt noch fehlt und etwas zum Film zu sagen hatte? --IgorCalzone1 (Diskussion) 14:10, 21. Apr. 2020 (CEST)

Es gibt keine konkreten Kritiker, über die ich gestolpert bin. Mir geht es nur darum, dass Kritiken vorrangig aus den bedeutendstenen Publikationen enthalten sind. Bei Rottentomatoes sind die meisten davon aufgelistet, z. B. The Atlantic, Chicago Tribune, Washington Post, sowie auch, entgegen deiner Behauptung, aus NYT und The New Yorker. Fast noch wichtiger als die US-Kritiken sind aber die deutschen. Davon hast du bislang nur zwei im Artikel (Spiegel online und Männer), das reicht bei weitem nicht. Es würde der Bedeutung des Films nicht gerecht, wenn man die bedeutendsten Kritiken nicht beachtet.--Stegosaurus (Diskussion) 21:36, 21. Apr. 2020 (CEST)

@Frau von E.: Ich arbeite noch an einem Abschnitt über die Bedeutung als LGBT-Film, habe den Hinweis also nicht vergessen. Zudem versuche ich das Ganze mit dem Thema LGBT im Leben von Afroamerikanern zu verbinden. Ich kann nur nicht versprechen, das aus den vielen, oben vorgeschlagenen Quellen etwas dabei sein wird. --IgorCalzone1 (Diskussion) 21:11, 5. Mai 2020 (CEST)

Habe versucht, weitere Rezensionen oder auch Interpretationen, die Bezug auf die LGBT-Thematik nehmen, durch den Abschnitt Homosexualität und Identitätsfindung in der afroamerikanischen Subkultur zu lösen (auch durch den darauffolgenden Abschnitt), also Ja. Die oben erwähnten, fehlenden Qualitäts-/Filmfachmedien waren hierbei leider nicht sehr ergiebig, dafür aber der Guardian. Frau von E.: Über eine kurze Rückmeldung dazu würde ich mich freuen. --IgorCalzone1 (Diskussion) 11:45, 31. Mai 2020 (CEST)

Ganz wunderbar, die Analyse gefällt mir gut, da du die Stellung von queeren Themen in der afroamerikanischen Gemeinschaft (und damit natürlich auch im Kino) mit verlässlichen Quellen anschaulich und neutral beschrieben hast. Vielen Dank dafür. --Frau von E. (Diskussion) 00:55, 1. Jun. 2020 (CEST)

Studiointerview

Studiointerview (auch Das Interview oder Plastologie) ist ein Zeichentrick-Sketch des deutschen Humoristen Loriot. Er ist Teil der erste Folge der Fernsehserie Loriot, die erstmals im März 1976 ausgestrahlt wurde. Der Film, der in der Folge in vier Teile geteilt ist, zeigt das Fernsehinterview mit einem Wissenschaftler, der durch Atemtechniken in der Lage ist, eigene Körperteile zu vergrößeren. Mit der Fernseh- und der Wissenschaftsparodie sowie der Darstellung von gescheiterter Kommunikation greift der Sketch drei Grundmotive des Fernsehwerks von Loriot auf.

Ich beschäftige mich hier in der Wikipedia schon seit einiger Zeit mit dem Werk Loriots. Nach einigen von mir neu erstellten Artikeln habe ich jetzt mal einen Artikel aus dem Altbestand überarbeitet. Der Sketch gehört vermutlich nicht zu den bekanntesten Werken Loriots, verbindet aber einige Hauptmotive seines Fernsehschaffens. Verwendet habe ich die drei Dissertationen, die sich mit dem Werk Loriots beschäftigen. Weitere Literatur zum Sketch scheint es nicht zu geben. Ziel des Reviews ist die Klärung der Frage, ob der Artikel für eine Kandidatur geeignet ist bzw. falls dies noch nicht der Fall ist, zu versuchen ihn dahin zu bringen. Aufgrund guter Erfahrungen pinge ich ein paar Nutzer an, die in vorangegangenen Reviews eine gute Hilfe waren bzw. von denen ich den Eindruck habe, dass sie sich für Loriot interessieren. Sollten einige dies als Belästigung empfinden, bitte ich das zu entschuldigen. Auch unangepingte Leser dieser Seite sind selbstverständlich zur Kritik eingeladen. @Andropov, Aalfons, NiTenIchiRyu, Hnsjrgnweis, Ute Erb: @Kallewirsch, Poupou l'quourouce, Karlderkahle: -- Redrobsche (Diskussion) 13:16, 18. Apr. 2020 (CEST)

Hallo, ich konnte nur querlesen und habe zwei Verbesserungsvorschläge: "ob er gewisse Leute kenne" - das sollte besser umschrieben bzw. mit dem nächsten Satz zusammengezogen werden, sonst wirkt es zu unbestimmt: "ob er drei (allgemin unbekannte) Personen aus Gillings Umfeld kenne". Und: "um Gilling die Unsinnigkeit seiner Frage zu verdeutlichen" - das ist ja schon ein Stück Interpreration, die Aussage würde ich mir also für die Analyse aufbewahren. Gruß, --Hnsjrgnweis (Diskussion) 16:10, 18. Apr. 2020 (CEST)
Ich habe den Satz umformuliert. Die Verdeutlichung der Unsinnigkeit der Fragen halte ich für keine Interpretation. Sie wird von Häubl mehr oder weniger selbst geäußert:

„INTERVIEWER: […] Kennen Sie Heinz Riedel?
HÄUBL: Nein, kennen Sie Professor Duwe?
INTERVIEWER: Nein…
HÄUBL: Sehen Sie!“

--Redrobsche (Diskussion) 18:39, 18. Apr. 2020 (CEST)
Für mich reizlos, sagt mir wenig. --Ute Erb (Diskussion) 06:52, 19. Apr. 2020 (CEST)
Loriot ist nicht meine Welt, sorry. Mir ist nur aufgefallen, dass, wenn du schon drei Dissertationen gefunden hast, du das bei den Literaturangaben jeweils erwähnen solltest ("= Diss. 2012" oder ähnlich), um ihre Glaubwürdigkeit zu unterstreichen, vor allem die des ersten Titels. --Aalfons (Diskussion) 13:17, 19. Apr. 2020 (CEST)
Nicht schlimm. Guter Geschmack ist halt nicht jedem gegeben zwinkerVorlage:Smiley/Wartung/;) . Ich habe die Hinweise bei der ersten und dritten Literaturangabe ergänzt. Die zweite basiert zwar in weiten Teilen auf Neumanns Diss aus dem Jahr 2000, allerdings wurden die allgemeinen Kapitel zur Komik entfernt und die Entwicklungen seit 2000 ergänzt. Das Buch ist also nicht mit der Diss identisch. Deswegen wäre der Hinweis in diesem Fall falsch. --Redrobsche (Diskussion) 18:57, 20. Apr. 2020 (CEST)

das schau ich mir gerne an, danke für den ping. lg,--poupou review? 18:05, 20. Apr. 2020 (CEST)

  • tendenz zu lesenswert Im Detail:
    • Fachkompetenz des Bewertenden (0-10): nomen est omen :)
    • Lemma: ok
    • Einleitung: ok, kann aber noch besser formuliert werden, mehr sätze und klarere aussagen.
    • Links: ok
    • Gliederung: grds ok, eigener abschnitt zu rezeption und bedeutung innerhalb des gesamtwerkes wären vielleicht noch gut.
    • Stil:
      • Der Film, der in der Folge in vier Teile geteilt ist... was meinst du damit genau? ggf besser mehrere sätze draus machen. ist mit film der sketch gemeint? was ist mit folge in dem zusammenhang gemeint? evtl. machst du hier deutlicher, dass das eine abriss der handlung ist?
        • Antwort: Ich habe es umformuliert. Ich hoffe, jetzt ist es klarer.
      • greift der Sketch drei Grundmotive des Fernsehwerks - nämlich welche?
        • Antwort: Fernsehparodie, Wissenschaftsparodie, Darstellung gescheiterter Kommunikation
      • erschien erstmals 1981 im Buch Loriots dramatische Werke - buch klingt hier etwas lapidar. ist das eine sammlung von sketchen?
        • Antwort: Ich habe das Wort Sammelband ergänzt und geschrieben, was man da so drin findet.
      • Der linke ist Herr Gilling - woher weiß der zuschauer die namen?
        • Antwort Die Namen fallen im Laufe des Interviews. Gilling nennt Häubls Namen als das Interview beginnt. Gillings Name wird von ihm selbst genannt, als Häubl ihn anspricht: „HÄUBL: Nützlich? Herr … äh … INTERVIEWER: Gilling…“. Ich halte diese Info für die Handlung aber nicht so wichtig, dass sie dort extra genannt werden muss. Im Abschnitt Veröffentlichung wird ja darauf hingeweisen, dass die Namen für den Zuschauer erstmals in Loriots Ansage zum vierten und letzten Teil genannt werden.
      • ein Mitarbeiter des Fernsehens - mitarbeiter finde ich hier zu allgemein, wenn der ein interview führt, lässt sich das vielleicht etwas konkretisieren?
        • Antwort: Ich habe daraus Fernsehmoderator gemacht.
      • um Gilling die Unsinnigkeit seiner Fragen zu verdeutlichen. - ist das so oder ist das deine interpretation?
        • Antwort: Siehe obiges Zitat als Antwort auf Hnsjrgnweis. Häubl macht selber deutlich, dass seine Frage nur diesen Zweck hatte.
    • Inhalt:
      • handlung: hier könnte noch besser beschreibung von interpretation getrennt werden. die komik entsteht ja gerade dadurch, dass der zuschauer sich dinge denkt, die nicht ausgesprochen werden. ich vermisse auch eine beschreibung von gestik, mimik und der aufgeblasenen körperteile!
        • Antwort: Die Beschreibung der Körperteile habe ich ergänzt. Über Gestik und Mimik denke ich nochmal nach. Zum anderen siehe eins tiefer.
      • analyse: ein großer teil dieses abschnitts ist m.e. eher handlungsbeschreibung und sollte dorthin verschoben werden. die analytischen teile sind mir etwas zu sehr nacherzählt aus der verwendeten literatur, das könnte noch runder und stringenter sein und vielleicht auch noch etwas untergliedert?
        • Antwort: Meine Idee war es, die Handlung möglichst kurz zu halten und dort nur die wesentlichen inhaltlichen Dinge zu nennen. Wenn ich alle inhaltlichen Infos aus der Analyse in die Handlung packe, erzähle ich fast den gesamten Inhalt nach. Das fänd ich nicht gut. Viele der Infos, etwa die Versprecher Gillings, sind aus meiner Sicht nur in der Gesamtschau interessant, bei der man sein Verhalten einordnet. Wenn ich deinen Kommentar oben richtig verstehe, sollte die Handlungsbeschreibung auch die Komik des Sketches vermitteln können. Das halte ich aber schlicht für unmöglich.
      • die sätze die sich mit der einordnung in das gesamtwerk befassen, könnten ggf. auch in einen ganz eigenen abschnitt? vielleicht auch noch mehr zu wiederkehrenden motiven (fernsehen, interviewszene, wissenschaftler im interview etc)
        • Antwort: Da schau ich nochmal, wie ich das erweitern und umschreiben kann.
      • gibt es einen grund, weshalb das video nicht verlinkt ist?
        • Antwort: Ja. Einmal weiß ich nicht, ob das urheberrechtlich in Ordnung ist. Loriots Erben zeichnen sich diesbezüglich nicht gerade durch Lockerheit aus. Zum anderen habe ich keine gute Version im Netz gefunden. Entweder ist nur der letzte Teil zu sehen oder die Teile wurden so dilettantisch aneinandergeschnitten, dass Wörter fehlen.
      • mir fehlt noch ein satz zur trickfilmtechnik, die hier verwendet wurde?
        • Antwort: Ich habe mal unter dem Abschnitt Produktion und Veröffentlichung was ergänzt. Mehr habe ich dazu aber bisher nicht gefunden.
      • gibt es irgendeine rezeption des sketches? bedeutung über loriot hinaus? verhältnis zur steinlaus und dem sprechenden hund?
        • Antwort: Auch hier habe ich nichts gefunden. Der Sketch ist bezüglich der Rezeption sicher nicht mit Werken wie Herren im Bad oder Das Frühstücksei vergleichbar. Auch klassisch gewordene Zitate fehlen im Sketch.
    • Bilder: ok
    • Belege: ok
    • Fazit: ich sehe, dass da schon viel recherchearbeit reingeflossen ist, finde aber den text insgesamt noch nicht rund. lg,-- poupou review? 21:22, 21. Apr. 2020 (CEST) Meine Review-Kriterien.
Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Ich habe die Antworten mal direkt unter die Kommentare gepackt. --Redrobsche (Diskussion) 22:35, 22. Apr. 2020 (CEST)
schön, dass du schon einiges umgesetzt hast. bei der frage abgrenzung von beschreibung zu interpretation bitte ich dich, aber doch nochmal genau draufzuschauen. wäre das ein bild, würde ich mich zuerst fragen: was sehe ich da? und erst danach: und was schließe ich aus dem was ich da sehe? diese beiden ebenen gehen bei der beschreibung immernoch etwas durcheinander. ich glaube, es wird klarer, wenn du dich zunächst auf die betrachtung beschränkst und die schlussfolgerungen dann im analyse-teil diskutierst. es ist nicht schlimm, wenn beide kapitel dadurch noch deutlich asuführlicher werden. lg,--poupou review? 10:28, 23. Apr. 2020 (CEST)
Original: Original:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:RVK