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Agnes-Bernauer-Festspiele und Agnes Bernauer

Bei den Agnes-Bernauer-Festspielen wird seit 1935 alle vier Jahre (mit zwei durch den zweiten Weltkrieg bzw. organisatorische Änderungen bedingten Unterbrechungen) von Laiendarstellern im Innenhof des Straubinger Herzogsschlosses ein eigens für diesen Anlass verfasstes Theaterstück über Leben und Sterben der Agnes Bernauer aufgeführt. Seit 1953 werden die Festspiele vom Straubinger Agnes-Bernauer-Festspielverein veranstaltet. Das Stück für die 2019er Festspiele stammte aus der Feder des Stern-Journalisten und Buchautors Teja Fiedler.

Die Hauptfigur der Festspiele, die schwäbische Baderstochter Agnes Bernauer, war in den 1430er Jahren die Lebensgefährtin (und vielleicht auch die erste Ehefrau) des bayerischen Herzogs Albrecht III. (1401–1460, regierender Herzog seit 1438), mit dem sie offenbar vor allem auf Schloss Blutenburg lebte, das Albrecht zu dieser Zeit ausbauen ließ. Agnes’ Partner geriet durch diese nicht standesgemäße Verbindung in Konflikt mit seinem Vater, Herzog Ernst (1373–1438, regierender Herzog mit wechselnden Mitregenten seit 1397), der Agnes Bernauer 1435 ohne größere juristische Formalitäten bei Straubing in der Donau ertränken ließ.

Ich habe den Artikel, der als Auslagerung aus dem Personenartikel Agnes Bernauer begonnen hat, anlässlich der noch bis nächste Woche laufenden 2019er Festspiele erweitert und aktualisiert. Ich werde noch beim Verein wegen neueren Bildmaterials anfragen und strebe für den Artikel eine Lesenswertkandidatur im Spätsommer (vsl. im September) an. Dafür benötige ich natürlich euer Feedback. Wo seht ihr noch wesentliche Lücken? Habe ich es mit den gestelzten Formulierungen irgendwo übertrieben?

@Armin P., Benowar, Nwabueze, H-stt, Amrei-Marie: Über Hinweise eurerseits würde ich mich besonders freuen. Auch architektonische Hinweise von @Bjs oder eine Idee für eine Karte (vllt. die Wohnorte der Agnes?) von @Chumwa fände ich nicht verkehrt. -- Carbidfischer (Diskussion) 08:24, 20. Jul. 2019 (CEST)

Hmmm - ich sehe zwei Kernaspekte, wo noch eine Verbesserung möglich und für eine Kandidatur auch nötig ist. In der Einleitung wird das erste Stück als "noch stark von NSDAP-Gedankengut geprägt" bezeichnet, die späteren Versionen als "dem Zeitgeschmack angepasst". Leider werden diese kurzgefassten Bewertungen im weiteren Text nicht mehr aufgegriffen und weder begründet noch belegt. Auch die Initiative der NSDAP für die Aufführung 1935 ist unbelegt. Ich vermute, dass die Magisterarbeit von Michaela Goos dafür etwas hergeben würde. Dazu hätte ich aber gerne Einzelnachweise mit Seitenzahl, zumal eine Magisterarbeit ja auch nicht so einfach zu beschaffen ist. Kannst du da bitte noch "nachlegen"?
Das zweite sind die Aufführungen. Er geht hier doch um Festspiele, nicht nur die Stücke. Die Aufführungen sind im Innenhof des Schlosses. Was gibt es über Bühne, Licht, Ton, Zuschauersitze / Tribüne? etc zu sagen? Wie Vorstellungen gibt es überhaupt pro Saison, also wie viele Leute können das sehen? ´Wie groß ist das Ensemble? Sind alles Profis oder werden Nebendarsteller und Komparsen aus der Bevölkerung gewonnen? Wie hoch ist der Etat? Was kosten die Tickets (nicht en detail, aber die Preisspanne)? Wie finanziert sich das ganze? Zahlt die Stadt? Gibt es einen Freundeskreis aus Mäzenen? Schau dir halt mal zum Vergleich den Artikel zu Bayreuth an. Grüße --h-stt !? 19:01, 21. Jul. 2019 (CEST)
Danke für die Hinweise, ich werde dazu nochmal die Literatur durchforsten. -- Carbidfischer (Diskussion) 15:11, 27. Jul. 2019 (CEST)

Ein besonders auch sprachlich gelungener Artikel, der für die geplante Kandidatur gute Aussichten hat. Bei "konkrete Beweise" würde ich das pleonastische Adjektiv weglassen. Was mich etwas stört, sind die schwammigen Formulierungen "größere juristische Formalitäten" und "weitere juristische Formalitäten". Sie suggerieren implizit irgendwelche "kleinere" Formalitäten - was könnte das gewesen sein? Außerdem wirkt es unpassend, ein allfälliges Verfahren, das zu einer Hinrichtung führt, als Formalität zu bezeichnen. Ich würde schreiben "offenbar ohne Gerichtsverfahren", das ist ja wohl der Sachverhalt. Interessant wäre dazu, wie das aus damaliger juristischer Perspektive nach geltendem Recht eingeschätzt wurde, was aber eher in den Artikel Agnes Bernauer gehört. In der chronologischen Übersicht würde ich die bibliographische Angabe, wie bei solchen Angaben üblich, in eine Fußnote stecken.

Was ich stark vermisse, ist eine Inhaltszusammenfassung der Stücke, insbesondere der Urfassung von 1935 und der aktuellen Fassung. Diese Zusammenfassung sollte einen Eindruck davon vermitteln, wie die Autoren mit dem historischen Stoff umgegangen sind und in welchem Licht die Hauptfiguren aus der jeweiligen zeitbedingten Perspektive erscheinen. Erst dadurch wird das Thema rezeptionsgeschichtlich erschlossen. Vielleicht könnte zur Veranschaulichung auch die eine oder andere markante Textpassage wörtlich wiedergegeben werden. Der Inhalt und die Tendenz der Stücke sind weit wichtiger als die Details zur Aufführungsgeschichte. Einen ersten Eindruck davon vermittelt der verlinkte Artikel von Kratzer in der SZ. Der ist natürlich nicht in enzyklopädischem Stil verfasst und nur bedingt als Informationsquelle geeignet, geht aber auf Punkte ein, die unsere Leser auch - und sogar in erster Linie - interessieren werden. In diesem Sinne sollte der Artikel vor der Kandidatur noch stark ausgebaut werden. Die Darstellung des Inhalts der Stücke sollte deutlich umfangreicher werden als der Abschnitt "Historischer Hintergrund". Sie sollte dem Leser Anhaltspunkte für einen Vergleich zwischen dem historischen Sachverhalt und den fiktionalen Gestaltungen, die das Thema des Artikels sind, bieten. Authentische Äußerungen von Fiedler über seine Sichtweise und sein Verhältnis zu den Quellen (wie von Kratzer zitiert) sind von höchster Relevanz; dasselbe gilt auch für die früheren Autoren (für Hubrich dürfte das schon vorhandene Zitat ausreichen, es fehlt aber Analoges für Reitmeier und Stammberger). Nwabueze 13:01, 27. Jul. 2019 (CEST)

Nachtrag: Ein fundamentaler Unterschied ist beispielsweise, dass die mittelalterlichen Quellen nichts von einem Prozess wissen, der tatsächlich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht stattgefunden hat; eine Gerichtsverhandlung erscheint erst in frühneuzeitlicher Ausschmückung des Stoffs und dann eben bei Reitmeier (auch schon bei Hubrich?), wo der Prozess wohl ein wesentliches Element der Handlung ist. Das erfährt der Leser des Artikels aber nicht aus dem Fließtext, sondern nur zufällig ganz nebenbei aus der Legende eines Bildes. Nwabueze 13:27, 27. Jul. 2019 (CEST)

Auch dir vielen Dank für die Hinweise.
Das mit dem Prozess ist ein schwieriges Thema, daher auch die etwas schwammigen Formulierungen. Die mittelalterlichen Quellen wissen nichts von einem Prozess (weder die bayerisch-herzoglichen noch die Geschichtsschreiber), aus Andeutungen bei Aventinus entwickelt sich als seit Toerring und Lipowsky (Ende 18./Anfang 19. Jahrhundert) eine Erzähltradition, die mittlerweile so etabliert ist, dass sich selbst gestandene bayerische Landesgeschichtler ihr nicht immer entziehen können. Die maßgeblichen Werke sind daher immer noch die zeitnahen Quellen sowie Horchler und Riezler Ende des 19. Jahrhunderts, die Werke dazwischen und auch danach sind leider oft sehr weit vom tatsächlichen Geschehen entfernt.
Mehr Material zu den Werken an sich und ihrer Aufführung in Straubing folgt, sobald ich meine eigene Bernauer-Bibliothek noch einmal vollständig durchgearbeitet habe. Reitmeier kenne ich persönlich und ich habe auch die 2003er Fassung des 1995er Stücks vorliegen. -- Carbidfischer (Diskussion) 15:11, 27. Jul. 2019 (CEST)
Gerade wegen dieser Lage sollten klare Aussagen zur Prozessfrage nicht umgangen werden. In älterer Literatur, beispielsweise auch in ADB, wird ein Prozess als Tatsache hingestellt, und die Festspieltradition dürfte dieses Bild in einer breiteren Öffentlichkeit noch verfestigen. Im biographischen Bernauer-Artikel, wo man mehr Information erwartet, wird das Thema sehr wortkarg behandelt. Zwar wird dort gesagt, dass die Darstellung des Aventinus zum ersten Mal auch den später oft dargestellten Prozess vor dem herzoglichen Gericht umfasste, aber mit dieser Formulierung ist seine Version keineswegs diskreditiert, für fachfremde Leser schon gar nicht. Aventinus ist ja hoch angesehen, und insbesondere bayerische Leser, die das wissen, könnten vermuten, dass er Zugang zu einer heute verlorenen authentischen Überlieferung gehabt habe. Somit bleibt die Prozessfrage dort für den Leser ganz im Dunkeln; im Festspielartikel hingegen findet man klarere Worte zu den "juristischen Formalitäten", obwohl der Festspielartikel eigentlich zum historischen Hintergrund nur eine Zusammenfassung der Darstellung im biographischen Artikel bieten soll. Vorschlag: In beiden Artikeln betonen, dass die Prozess-Legende unhistorisch und erst in der Neuzeit bezeugt ist und die neuzeitliche Rezeption, insbesondere die belletristische, in diesem wichtigen Punkt somit fundamental von der mittelalterlichen Überlieferung abweicht. Damit wird dann das Eigenleben der Legende sichtbar. Nwabueze 00:14, 28. Jul. 2019 (CEST)
Du hast recht, wir müssen Leben und Legende generell noch sauberer trennen. Ich werde den Artikel Agnes Bernauer daher in den nächsten Tagen in einen Personenartikel und einen Rezeptionsartikel aufspalten (analog etwa zu Jesus von Nazaret). Im Festspielartikel werde ich dann an den jeweils passenden Stellen auf beide verweisen. -- Carbidfischer (Diskussion) 04:00, 28. Jul. 2019 (CEST)
Das kommt mir nun allerdings sehr problematisch vor. Der Artikel Agnes Bernauer verdankt seinen Exzellenzstatus sicherlich zu einem großen Teil dem Umstand, dass ein bedeutendes Thema umfassend behandelt wird einschließlich der Rezeption. Wenn nun der riesige Rezeptionsteil ausgelagert wird, ist das eine dramatische Veränderung, die zwangsläufig Aberkennung des Bapperls und gegebenenfalls Neukandidatur zur Folge haben müsste, wobei zu fragen wäre, ob dann beide Artikel kandidieren können oder sollen oder nur einer und gegebenenfalls welcher. Ob die Leute, die für Exzellenz gestimmt haben, das auch nach der Aufspaltung täten, ist völlig offen. Zunächst müsste jedenfalls ordnungsgemäß eine Abwahl erfolgen, obwohl keine qualitative Verschlechterung eingetreten ist, die normalerweise den Grund für eine Abwahl bildet. Alles problematisch. Da stellt sich die Frage: Muss das sein? Für heutige Verhältnisse ist der Artikel mit 118 KB keineswegs überlang, der Umfang erzwingt keine Aufspaltung. Jesus ist wegen des extremen Umfangs des Themas ein Sonderfall und sollte kein Vorbild sein. So etwas ist nur angebracht, wenn es gar nicht anders geht. Gerade die Zusammenstellung von Lebens- und Rezeptionsdarstellung in einem Gesamtartikel lädt zum Vergleichen ein und ist für den Leser bequem und anregend. Sie zeigt die gesamte Entwicklung von den historischen Ereignissen bis zur Gegenwart, und das ist die eigentliche Leistung, die den Artikel exzellent macht. Darauf sollte nicht ohne Not verzichtet werden. Die wünschenswerte saubere Trennung von Leben und Legende lässt sich durchaus im Rahmen eines Gesamtartikels, wie er gegenwärtig besteht, durchführen. Hinzu kommt, dass der Lebensartikel nicht um eine Zusammenfassung der Rezeption herumkäme, insbesondere wenn er exzellent bleiben soll, und der Rezeptionsartikel nicht auf eine relativ ausführliche Darstellung der historischen Ausgangslage verzichten könnte, was auf beträchtliche vermeidbare Redundanz hinausläuft. Hinzu käme ein willkürliches Auseinanderreißen von Quellen und Rezeption - Andreas von Regensburg ist im Quellenteil behandelt, müsste also im Lebensartikel verbleiben, obwohl er ebenso auch zur Rezeption gehört. Ihn in beiden Artikeln zu behandeln wäre wiederum redundant. Aus diesen Gründen rate ich ab. Nwabueze 00:28, 30. Jul. 2019 (CEST)
Ich habe den Aufteilungsantrag zurückgezogen, deine Argumentation hat mich überzeugt. 2008, als ich mit dem Artikel am Schreibwettbewerb teilnahm, gab es noch durchaus andere Meinungen (vgl. Diskussion:Agnes_Bernauer#Erfolgreiche Exzellent-Kandidatur 26._Oktober bis 15. November 2008); der Artikel wurde damals gerade wegen des ausführlichen Rezeptionsteils nicht ausgezeichnet. -- Carbidfischer (Diskussion) 18:36, 30. Jul. 2019 (CEST)


Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg

Die Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg war von entscheidendem Einfluss auf den Kriegsverlauf und seinen Ausgang. Während anfangs die jeweilige Militärtaktik entscheidend war, beeinflusste die quantitative Übermacht der Kriegsproduktion der Alliierten den Kriegsverlauf ab 1942 wesentlich. NS-Deutschland und Japan verfolgten eine Blitzkriegstaktik und waren nicht auf einen längeren Krieg vorbereitet. Großbritannien, die Sowjetunion und die USA hingegen hatten seit Kriegsbeginn konsequent eine drastische Ausweitung der Kriegsproduktion herbeigeführt, mit dem Ziel, den Zweiten Weltkrieg nach Art eines Abnutzungskriegs zu gewinnen. Im Dritten Reich wurde erst Anfang 1942 die Kriegsproduktion drastisch ausgeweitet. Die Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg führte vor allem bei den Alliierten zu einer deutlichen Ausweitung der Frauenarbeit. Im Dritten Reich, Japan und der Sowjetunion wurden in großem Umfang Zwangsarbeiter eingesetzt.

Zweites Review nach Überarbeitung und Ausbau. -- Pass3456 (Diskussion) 17:46, 11. Aug. 2019 (CEST)

Ein paar Anregungen:
  • "Im Dritten Reich wurde erst Anfang 1942 die Kriegsproduktion drastisch ausgeweitet." und "dass das Deutsche Reich durch eine Kriegswirtschaft schon vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges die mit Abstand bestvorbereitete Kriegspartei war" scheint sich zu widersprechen.
  • "was nach dem Wegfall des zwangsweise durchgesetzten Preisstopps nach dem Krieg zu einer Hyperinflation führte." Und ich dachte, durch den Preisstop und die Bewirtschaftung (die ja Kern des Artikels sind) gäbe es eine zurückgestaute Inflation und die überschüssige Geldmenge sei durch die Währungsreform beseitigt worden
  • "Üblicherweise geht ein Kriegsende mit einer schweren Wirtschaftskrise einher." Sagt wer? Die Gründerjahre waren z.B. wie derNachkriegsboom eine Phase der Hochkonjunktur. Ein Muster, dass ein Kriegsende zur schweren Wirtschaftskrise führt, kann ich nicht erkennen.
  • Unter Kriegswirtschaft_im_Zweiten_Weltkrieg#Kontinentaleuropa fehlt weitgehend die Darstellung, wie die Transformation der Kriegswirtschaft in die Nachkriegswirtschaft erfolgte. Wie lange welche Güter bewirtschaftet wurden, wann die Liberalisierung auf den einzelnen Märkten wieder erfolgte. Auch der (erfolglose) Kampf gegen die Preisfreigabe im Rahmen der Währungsreform 1948 (Westdeutschland) und der EInführung der Sozialen Marktwirtschaft sollte erwähnt werden.
  • "Auch die Industriesubstanz Deutschlands war durch den Zweiten Weltkrieg und die Reparationen nicht so stark geschädigt." Das ist eine mutige These. Die Industriesubstanz Deutschlands der deutschen Ostgebiete war vollständig verloren, die in der SBZ zumindest aus einer westdeutschen Sicht und das der Verlust im Westen so niedrig sein sollte, da gibt es sicher andere Auffassungen. In jedem Fall ist der Vergleich des Standes 1948 (also drei Jahre nach Kriegsende) eher seltsam, da ja dann schon drei Jahre Aufbauarbeit erfolgt waren. Was ganz fehlt ist die Umstellung der Produktion auf zivile Produkte.
  • Generell: Das Thema ist naturgemäß unglaublich umfassend. Zu ganz vielen kriegswichtigen Produktgruppen gab es spezielle Probleme/Lösungen, allein das Thema der Finanzierung füllt sicher Bände. Daher wäre es ggf. besser, das Thema nach Ländern aufzuteilen, um das Thema ein wenig kleiner zu schneiden.
  • Generell: Insbesondere fehlt mir bei GB die Bedeutung der Kolonien, bei D die Nutzung der Infrastruktur der eroberten Gebiete--Karsten11 (Diskussion) 18:42, 11. Aug. 2019 (CEST)
Kleine Anmerkung zur Industriesubstanz: 1948 waren die Demontagen noch nicht einmal beendet. In der Bundesrepublik wurden sie erst 1950 eingestellt. In der SBZ war das Brutto-Anlagevermögen im Jahr 1948 25,7 % geringer als 1936, während es 1945 – trotz Kriegsschäden – 23 % größer als vor dem Krieg gewesen war. Tatsächlich führte im Osten also die Demontage zum Kapazitätsabbau. Die Produktionskapazitäten sanken sogar auf 70 %, da das Fehlen geringwertiger Bauteile den Stillstand einer ganzen Produktionsanlage verursachen konnte Hinzu kam der Abbau des zweiten Gleises auf den Eisenbahnstrecken. Die Abnahme um 49 Prozentpunkte (von 123 % auf 74 %) zwischen 1945 und 1948 ist nur zu etwa einem Fünftel durch Abschreibungen zu erklären. Siehe Demontage (Reparation).--Hnsjrgnweis (Diskussion) 20:49, 23. Okt. 2019 (CEST)

Ahoi Pass 3456.

Ich bin mal über deinen Artikel New Deal gestolpert und fand' ihn sehr sehr gut. Es freut mich zu sehen dass du weiterhin schreibend unter uns weilst. Folgendes ist mir bei der Durchsicht des Artikels aufgefallen :

> Breitenrüstung als Folge der Blitzkriegsstrategie : War es nicht andersrum? Die Blitzkriegsstrategie als notwendige Folge der eigenen Ressourcenunterlegenheit?

> CCCP : Mir fehlen hier komplett die Amerikanischen Lieferungen von Kriegswaffen (inkl. Pz und Flgzg.), Ressourcen und insbesondere Lastkraftwagen, die wenn ich mich recht erinnere die CCCP über die Anfangszeit des Krieges gerettet haben.

> DR : >> Absatz beginnend mit Das Reich verfügte nur über beschränkte Devisenreserven... Ist der Absatz unbelegt oder wird der durch die Refs 16,17 im nachfolgenden Satz belegt?

>> Wenn ich mich recht erinnere waren die Mefo-Wechsel ein Scam um die Schulden aus der Kriegsproduktion zu verstecken. Wenn ich mich ein zweites Mal recht erinnere hat der drohende Zusammenbruch dieses Währungspyramidenspiels die dt. Führung veranlasst vor 1940 (wie eigentlich geplant) den Krieg zu beginnen. Oder hab' ich das falsch im Kopf (Kann sein)?

>> Es sollte schon gesagt werden dass Georg Thomas nicht irgendein General sondern Chef des Wehrwirtschafts- und Rüstungsamts war. Es wäre generell gut bei Nennung von Offizieren und NS-Funktionären deren Position im Apparat mit einem Wort zu umschreiben. (Warlimont, Todt, et al.)

>> Die tschechische Rüstungsindustrie wurde noch vor Kriegsbeginn der Deutschen einverleibt. Inklusive deren moderner Waffensysteme (Pz, Art.) Das fehlt mit leider. Polen hat da keine so große Rolle gespielt aber auch da könnte man einen Satz verlieren.

>> Nahrungsmittel : Wie Napoléon gesagt hat marschiert jede Armee auf ihrem Magen. Das Thema Nahrungsmittelversorgung der Truppe und Zivilisten wird aber immer nur am Rande gestreift. Ist der Begriff Kriegswirtschaft wirklich so eng gefasst und nur auf Waffenproduktion bezogen? Ich denke den Hungerplan einzuarbeiten wäre sinnvoll. Ebenso fehlen mir die Bestrebungen die Industrie der besetzten Gebiete (F, NL, CZ usw...) für den Krieg zu nutzen weitgehend.

> Japan : Der Absatz ist zu kurz und nur mit einer Quelle belegt. Fehlen tut die Rolle Mandschukous. Ebenso die Strategie der Japaner ihre Ressourcenmangel erst in China lösen zu wollen. Als das nicht funktioniert greifen sie die Westmächte an damit sie China besiegen können. Eine eindrucksvolle Demonstration von dem was Hitlers Gegner als va banque-Spiel bezeichnet haben und was bei den Japanern auch im Überfluß vorhanden war. Falls es gewünscht ist kann ich an einem Wochenende mal meine (leider kleine) Ostasienbibliothek durchsuchen und sehen was ich da zusammenkratzen kann. Ein Buch über die jap. Kriegswirtschaft habe ich leider auch nicht. Insbesondere in der Endphase wäre hier auch die Hungersnot in Vietnam 1945 zu nennen die unter anderem auch ein Produkt der jap. Kriegswirtschaft war. Nennenswert wäre auch dass Japan am Ende wegen der Seeherrschaft der USA de-facto auch ökonomisch stranguliert wurde. Lt. Jap. Quellen war die Haupttodesursache für jap. Soldaten in China und SO-Asien Hunger und Mangelernährung, nicht Feindeinwirkung. [steht bei Edward J. Drea : Japan's Imperial Army, Lawrence, 2009 irgendwo ;-) ]

> GB : Hier kenne ich mich selbst sehr wenig aus. Mir fehlen Berichte über die Kolonien und die Auswirkungen der jap. Expansion in Ostasien, sofern sie eine Rolle gespielt haben. Die Hungersnot in Bengalen 1943 wäre hier auch interessant.

> USA : Bin auch hier nicht unbedingt sehr fachkundig. Mir fehlt Rosie the Riveter aber ob mans so plakativ haben will ist Geschmackssache.

> Folgen : Da kann ich leider auch nicht viel zu sagen, dafür bin ich zu wenig wirtschaftshistorisch interessiert.

> Der große Elefant im Raum : Ist leider Nationalchina, denn das fehlt komplett. Schließlich waren die von '37 bis '45 der Punching Bag an dem sich die Japaner totgelaufen haben. Auch hier habe ich ein paar allgemeine Quellen (Hans van de Ven, Rana Mitter) rumliegen. Auf Nachfrage könnte ich mal schauen was ich finden kann.

> Literaturempfehlung : Adam Toozes Buch Wages of Destruction wurde mir mal für die dt. Kriegswirtschaft empfohlen, soll wohl sehr gut sein. Ist mittlerweile in dt. Übersetzung verfügbar. Es ist bereits in der Litliste aber seine Verwendung könnte evtl. Mehrwehrt bieten insbesondere zu den geldwirtschaftlichen Verwicklungen. Auch die Sozialpolitik wird wohl ein bisschen berührt.

> Ölproduktion : Fehlt mir irgendwie auch, oder ich habs überlesen. War ja für die Kriegsplanung und Zielsetzung der Achsenmächte (Dt. Angriff auf den Kaukasus, Jap. Angriff auf britische und NL-Kolonien in SO-Asien) durchaus relevant. Ebenso mussten die Briten ja im Irak intervenieren um sich die dortigen Ressourcen zu sichern. Ich denke da könnte man noch was einarbeiten.

> Quellen : Im großen und Ganzen sehr gut und sehr solide (Eichholtz, Spoerer/Streeb, Kennedy, Abelshauser, Harrison, Milward) Mit dem großen Ploetz und einem autorenlosen Artikelchen vom Webauftritt der Bundesstiftung Aufarbeitung könnte es in der KALP evtl. Probleme geben. Bei der Essential World History von William J. Duiker könnte der Purist auch mehr Themenbezug zum Lemma fordern. Ich tue es mal nicht denn ich bin Duiker-Fan wegen seinen Publikationen zu Vietnam ;-)

Du hast dir hier wirklich eine Mammutaufgabe vorgenommen. Sowas finde ich sympathisch, denn Leute die was anpacken brauchen wir. Sollte irgendeine Aussage meinerseits falsch oder unzutreffend sein ist es mein Fehler und ich wäre froh, wenn du mich korrigieren würdest. Man lernt ja selber auch nicht aus. Gruß -- Nasir Wos? 20:39, 12. Aug. 2019 (CEST)

Das wurde auf der Disk schon angesprochen, indirekt zumindest: Der Artikel nennt sich Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg, dem dem wird er aber eig. nicht gerecht, denn geht es fast nur um Kriegsproduktion. Wo ist die zivile Produktion beschreiben, wo die Finanzwirtschaft, oder Handel, oder auch nur der Versuch, nicht nur die großen Länder abzudecken? Das ist freilich alles andere als einfach, die meisten Publikationen darüber sind nun mal länderspezifisch und konzentrieren sich auf das damals wirklich wichtige, das Militär eben. Was auch ganz besonders fehlt ist was zur Weltwirtschaft als ganzes, es war ja ein Weltkrieg. Nur wo gibt dazu taugliche Literatur? Vor Jahren hab ich mal dazu recherchiert, gefunden hab ich, neben dem schon erwähnten Buch von Milward das ein Kapitel dazu hat, dann nur die Jahresberichte von Völkerbund und BIZ (bzw. danach noch die UN). Aber darauf kann man nicht wirkliche ein Artikel bauen. Kennt da vllt. was dazu? Die meisten Wirtschaftsgeschichten sparen die Zeit immer weitgehend aus.--Antemister (Diskussion) 23:47, 12. Aug. 2019 (CEST)

Vielen Dank schon mal für die Ideen! Ein möchte ich mal als Idee einwerfen. Nach lesen der Kommentare ist mir die Idee gereift, dass die Artikelstrucktur nicht optimal ist. Ich denke dass Aha-Effekt bestehen wenn man zu verschiedenen Themen Quervergleich macht (Lebensmittelversorgung und Rohstoffe + Kolonien / Finanzen / Breitenrüstung vs. Tiefenrüstung / Beginn und Ausprägung des "Totalen Krieges" / Zwangsarbeit / Produktionskennziffern etc). Die bisherige Strucktur chronologisch nach Ländern zu unterteilen ist wohl suboptimal. Wie sehrt ihr das? --Pass3456 (Diskussion) 20:08, 13. Aug. 2019 (CEST)

Der Artikel beginnt mit:
Die Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg war von entscheidendem Einfluss auf den Kriegsverlauf und seinen Ausgang.
Das gefällt mir nicht als erster Satz, ist aber ein guter 2ter Satz.
Mir schwebt eher sowas vor wie:
Unter Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg versteht man den Umbau der Volkswirtschaften auf die Bedürfnisse eines Krieges. Sie war von entscheidenden Einfluss etc.
--Hfst (Diskussion) 11:01, 15. Aug. 2019 (CEST)

Die bisherige Strucktur chronologisch nach Ländern zu unterteilen ist wohl suboptimal. An sich ist das richtig, allerdings bei der derzeitigen Artikelstruktur jetzt nicht so das Problem, denn was der Artikel macht ist, nach Harrison, einen Vergleich der Produktionszahlen und -bedingungen der größeren Länder. Aber das ist wie geschrieben nur ein Teilaspekt. Hab mir jetzt mal etwas überlegt wie so ein Artikel gegliedert werden könnte, in Anlehnung an nach besagtem Völkerbundsbericht[1] und etwas an de moderne Begrifflichkeit angepasst

  1. Einleitung/Überblick
  2. Landwirtschaft und Ernährungslage
  3. Zivile Prosuktion, Rationierung und Konsum
  4. Kriegsproduktion
  5. Handel und Dienstleistungen
  6. Arbeitsmarkt und Zwangsarbeit
  7. Transport und Kommunikation
  8. Finanz- und Bankwesen
  9. Staatsfinanzen
  10. Internationale Handels- und Finanzbeziehungen

die einzelnen Kapitel, bis auf das erste und das letzte, wieder untergliedert:

  • Europa
    • Deutschland
    • Deutscher Machtbereich
    • UK
    • Neutrale
  • Asien
    • Japan
    • Japanischer Machtbereich
    • China
    • Australien und Pazifik
  • USA/Kanada
  • Lateinamerika
  • MENA
  • Indien
  • Schwarzafrika

Aber, das Thema ist ein weites Feld, und um das so umzusetzen müsste das Thema durch Sekundärliteratur mal ähnlich erschlossen worden sein. Nur dazu hatte ich wie gesagt nichts wirkliches gefunden, und so einen Artikel auf zeitgenössische Berichte von Völkerbund und BIZ aufzubauen geht ja auch nicht.--Antemister (Diskussion) 14:19, 15. Aug. 2019 (CEST)

Noch eine Frage: gibt es DIE Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg oder hat nicht jedes Land seine eigene Wirtschaft?--Hfst (Diskussion) 18:08, 15. Aug. 2019 (CEST)

Jedes Land hatte seine eigene Vorgehensweise und auch unterschiedliche Ausgangssituationen. Da Kriegswirtschaft auf die totale Mobilisierung ökonomischer Ressourcen hinausläuft gab es trotzdem zwangsläufig einige Parrallelen. Ich sehe den Artikel noch eher am Anfang. Jeder kann sich gerne beteiligen! --Pass3456 (Diskussion) 19:42, 15. Aug. 2019 (CEST)
Reicht es noch, wenn ich erst Ende November/Anfang Dezember ein Review zu dem Artikel schreibe? Schönen Wochenendgruß -- Miraki (Diskussion) 08:26, 12. Okt. 2019 (CEST)
Auf jeden Fall. --Pass3456 (Diskussion) 18:55, 1. Nov. 2019 (CET)
Eine sehr umfangreiche Fleißarbeit, die ganz überwiegend Alan Milwards zwei Bücher „War, Economy and Society 1939 – 1945“ von 1977 und das noch früher 1969 verfasste „Die deutsche Kriegswirtschaft 1939–1945“ nacherzählt. Mllward wird sage und schreibe 143(!) mal im Artikel erwähnt, 7 mal im Fließtext, 2 mal im Literaturverzeichnis und 134 mal als Beleg in den Einzelnachweisen. Andere Literatur wird genannt, doch weit spärlicher rezipiert, am krassesten bei Adam Tooze‘ Studie „The Wages of Destruction. The Making and Breaking of the Nazi Economy“ (2006), die zwar im Literaturverzeichnis genannt ist, aber genau 0(!) mal einen Artikelinhalt belegt. Dass diese wichtige Arbeit nur im Literaturverzeichnis auftaucht, aber für die Artikeldarstellung nicht rezipiert wurde, geht gar nicht.
Dabei spielt die Kriegswirtschaft des Aggressors Deutsches Reich selbstredend eine große Rolle für den 2. Weltkrieg. Bei dieser Art der Literaturverarbeitung überrascht es nicht, dass wesentliche Akteure der Kriegswirtschaft nicht vorkommen, obwohl sie seit den Studien Rolf-Dieter Müllers z.B. in Band 4 von Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg (1983) – diese grundlegende Reihe zum 2. Weltkrieg wurde für den Artikel ebenfalls überhaupt nicht ausgewertet - und der schon genannten Studie von Adam Tooze eine wesentliche Rolle spielen, etwa Herbert Backe, der maßgebliche Mann für den wichtigen Ernährungssektor der deutschen Kriegswirtschaft sowohl auf ministerieller Ebene als auch im Vierjahresplan. Er wird bei Tooze, hier liegt mir die 2007 erschienene deutsche Fassung seiner Studie „Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus“ vor, auf über 40 Seiten erwähnt, im hier zum Review stehenden Artikel gar nicht. Ähnlich bei Carl Krauch, treibende Kraft des privatindustriellen IG-Farben-Konzerns im Vierjahresplan, bei Tooze auf über 20 Seiten genannt, hier im Artikel überhaupt nicht.
Dass diese Protagonisten der NS-Kriegswirtschaft nicht genannt werden, wäre vielleicht zu verkraften, wenn die entsprechenden Inhalte für die diese Protagonisten stehen erörtert würden. Doch statt dessen werden veraltete Positionen wiedergegeben. Im Artikel wird ein Widerspruch zwischen wirtschaftlicher „Großraumpolitik“ und „Lebensraum“ behauptet, den es spätestens seit Rolf-Dieter Müllers Forschungen derart nicht gegebene hat. So folgte nach Müller der Kern des Zweiten Weltkrieges, der von Anfang an beabsichtigte und dann 1941 realisierte deutsche Krieg gegen die Sowjetunion: „einer primär wirtschaftlichen Zielsetzung, nämlich Lebensraum im Osten zu erobern“ (Müller im Sammelband Gerd R. Ueberschär u.a. „Unternehmen Barbarossa, Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion 1941“, S. 173ff.). Auch die treibende Rolle von Vertretern der Privatwirtschaft im Vierjahresplan geht im Artikel unter.
Im Artikel werden diverse vergleichende tabellarische Statistiken herangezogen, die den Diktus transportieren: So war es, das sind die objektiven Daten. Mit diesen Zahlen wird im Artikel nicht sorgfältig genug, man könnte sagen: scheinobjektiv, umgegangen. Zu dem Komplex hat auf der Artikeldisku schon Benutzer:Enter und auch Benutzer:5glogger kritisch Stellung genommen, ich verweise deshalb dort auf die Threads 9 und 10.
Insgesamt leidet die quantitativ umfassende Darstellung unter der einseitigen Literaturrezeption und dem im Ansatz verfehlten Objektivismus. Da fallen kleinere Monita dann nicht mehr so sehr ins Gewicht. So beispielsweise der verfehlte Einzelnachweis 1 schon in der Einleitung, die bekanntlich die wichtigsten Inhalte des Hauptteils zu resümieren und zu diesem hinzuführen hat. Auch der Einleitungssatz „Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg war der Umbau der Volkswirtschaften zu einer Zentralverwaltungswirtschaft …“ scheint apodiktisch, zumindest so früh es irgendwie geht, die Kriegswirtschaft mit Zentralverwaltungswirtschaft zu identifizieren, auch wenn der Satz dann am Schluss noch bei der Wendung landet:„um die Kriegsziele im Zweiten Weltkrieg um jeden Preis zu erreichen“. Ob man den Hauptteil mit der theoretischen Formel für die Kriegswirtschaft „Das absolute Potential x ermittelt sich wie folgt X = p + r + s + e - f“ beginnen kann oder soll, lasse ich dahingestellt.
-- Miraki (Diskussion) 07:27, 20. Nov. 2019 (CET)
Adam Tooze The Wages of Destruction. The Making and Breaking of the Nazi Economy wird in den nächsten Monaten als letzter dicker Schinken noch eingearbeitet. --Pass3456 (Diskussion) 21:38, 4. Dez. 2019 (CET)

Schloss Weyer (Judenburg)

Das Schloss Weyer ist ein Schloss im Stadtteil Weyer in der steirischen Stadt Judenburg. Das Schloss steht unter Denkmalschutz (siehe den Listeneintrag). Es ist im 16. Jahrhundert aus einem Bauernhof entstanden; das dreistöckige Gebäude beinhaltet derzeit Wohnungen.

Habe gerade einen umfangreichen Artikel zum Schloss Weyer (Judenburg) geschrieben und will nachfragen, welche Kriterien er noch erfüllen muss, um zum lesenswerten Artikel vorgeschlagen werden zu können. --SteEis (Diskussion | Bewertung | Beiträge) 20:04, 3. Nov. 2019 (CET)

Hast du dir schon durchgelesen, was der Dehio Steiermark (ohne Graz) 1982 zu diesem Bauwerk schreibt? Ich habe den steirischen Dehio leider nicht, aber vielleicht kann dir da @Liuthalas: weiterhelfen. Dort sind nämlich meist ziemlich genaue Objektbeschreibungen enthalten und bei dir steht der Dehio nicht in den Quellen. ;-) Bleib im Artikel bitte auch immer in der gleichen Zeit. --Die Kanisfluh (Kontakt) 20:33, 3. Nov. 2019 (CET)
Danke für den Hinweis, das Werk kannte ich bis jetzt nicht und habe es auch nicht zur Verfügung. --SteEis (Diskussion | Bewertung | Beiträge) 20:46, 3. Nov. 2019 (CET)
Kommt noch eine Anregung/ein Verbesserungsvorschlag für den Artikel? --SteEis (Diskussion | Bewertung | Beiträge) 16:40, 11. Nov. 2019 (CET)
Ich habe erst mal kurz über den Artikel geschaut und er wirkt auf mich als würde er von Rotlinks erschlagen werden. Ich habe nichts gegen Rotlinks, aber sind wirklich alle Verlinkungen auf (noch) nicht angelegte Artikel notwendig bzw. sind alle Verlinkungen (z.B. die Grabinschrift und die Personen) relevant?. Ich könnte dir auch wie von Kanisfluh vorgeschlagen Scans des Dehios zuschicken wenn du möchtest. LG --Liuthalas (Diskussion) 20:12, 11. Nov. 2019 (CET)
Das wäre ganz nett, bitteschön. --SteEis (Diskussion | Bewertung | Beiträge) 20:41, 11. Nov. 2019 (CET)
Kein Problem. Ich sehe gerade das der Dehio nicht gerade viel über das Schloss Weyer schreibt, aber er sollte dennoch etwas zur Architektur beitragen können. Schickst du mir nur eine Wikimail damit ich dir den Scan zukommen lassen kann. LG --Liuthalas (Diskussion) 20:54, 11. Nov. 2019 (CET)

Der Artikel lässt sich durch die vielen, teils unnötigen (FirmenABC Marketing GmbH, Ahnenforschung Falk Fengler, Sandhof...), teils falschen (GOOGLE BOOKS, Schlüsselschießscharte - vielleicht ist die Schlüsselscharte gemeint?, "Grasweiner" passt nicht in den Satz) Rotlinks schlecht lesen. Hier bitte kräftig ausdünnen. Einige Aussagen sind unpräzise ("der Ansicht einiger nach unpassenden" - wer denn?; "wie viele andere Schlösser") nicht neutral oder müssten belegt sein (" dürfte nicht besonders geschult gewesen sein," quasi der komplette Abschnitt Geschichte). Bei den Einzelnachweisen sollte HTML nicht aufgeführt sein. --Scantasyundfiencefiction (Diskussion) 21:07, 11. Nov. 2019 (CET)

HTML gehört meiner Meinung nach wie die Angabe der deutschen Sprache in eine Quellenangabe. --SteEis (Diskussion | Bewertung | Beiträge) 21:27, 11. Nov. 2019 (CET)
Aber nicht bei der Vorlage:Internetquelle. Der Parameter Format ist für "Besonderes Dateiformat des Ziels (außer HTML)" und bei dem Paramter sprache: "de für „deutsch“ ist nicht erforderlich; würde auch nicht angezeigt." Somit sind beide Angaben überflüssig. --Scantasyundfiencefiction (Diskussion) 19:48, 19. Nov. 2019 (CET)
„Schlüssellochschießscharte“ wird auf Burgen Austria erwähnt. --SteEis (Diskussion | Bewertung | Beiträge) 21:28, 11. Nov. 2019 (CET)

Midlothian-Kampagne

Die Midlothian-Kampagne (englisch Midlothian campaign) war eine Serie von Wahlkampfauftritten, die der liberale Politiker William Ewart Gladstone im Jahr 1879–1880 im schottischen Wahlkreis Edinburghshire, gemeinhin nur Midlothian genannt, absolvierte. Organisiert vom liberalen Oberhausmitglied Earl of Rosebery unter großen Aufwand nach US-amerikanischem Vorbild, gilt die Midlothian-Kampagne als Meilenstein und als die erste moderne Wahlkampagne in der politischen Geschichte des Vereinigten Königreiches. Gladstone, der bei seinen Auftritten scharfe Attacken auf die konservative Regierung seines ihm verhassten langjährigen Rivalen Benjamin Disraeli ritt, bestätigte durch die Midlothian-Kampagne einmal mehr seinen Ruf als populärer und dominanter Politiker und zementierte über die folgende Dekade hinaus seine Vorrangstellung als führender Mann innerhalb der Liberalen Partei. Bei den vorgezogenen Unterhauswahlen 1880 triumphierte Gladstone in Midlothian und bildete dank des landesweiten Erfolgs der Liberalen Partei nachfolgend seine zweite Regierung als Premierminister.

Ich habe diesen Artikel über ein Kapitel britischer Politik im späten 19. Jhdt. vor einigen Monaten verfasst, nachdem ich in einem anderen Artikel (Carlton-Club-Treffen (1922) über das Schisma referierte, welches die britische Nahost-Politk für viele Jahrzehnte kennzeichnete. Hier ist sozusagen eine der Ursachen näher erörtert. Wer politisch interessiert ist, wird viele Formulierungen (wie die Koalition der Willigen) wiedererkennen. Seitdem habe ich den Artikel erweitert und strebe nun langfristig eine Auszeichnungs-Kandidatur an. Euer Feedback würde mich freuen. Gibt es aus eurer Sicht noch Lücken oder Erklärungsbedarf, habe ich irgendwo eingearbeitete Fehler übersehen? Danke für euer Feedback-- Michael G. Lind (Diskussion) 21:08, 21. Nov. 2019 (CET)

Mir ist folgendes aufgefallen:

  • Einleitung: Es wird weder deutlich, warum der Wahlkamoft in Schottland stattfand, noch was "US-amerikanischem Vorbild" heißt, noch warum "Meilenstein und als die erste moderne Wahlkampagne"
  • generell: gefühlt kommt in jedem Satz das Wort "Gladstone" vor. Lass dir mal mit der Suchfunktion des Browsers zeigen, wie oft.
  • das "drumherum" ist sehr gut beschrieben, aber über die Wahlkampagne an sich erfahre ich als Leser kaum etwas. Hier fehlt mir die Gegenüberstellung zu den "traditionellen" Methoden, die Dynamik, gab es Schlagabtäusche direkt mit dem Gegenkandidaten? Etc.
  • auch die "Historische Relevanz der Midlothian-Wahlkampagne" finde ich noch sehr dünn. Vor allem, wenn sowohl Gegner als auch Befürworter des Irakkrieges in der Tradition dieser Kampagne gesehen werden können
  • Bei "Die Midlothian-Kampagne gilt als die erste moderne Wahlkampagne in der politischen Geschichte Großbritanniens." frage ich mich immer noch: aber warum denn? Hier wäre meiner Meinung nach auf jeden Fall ein eigener Abschnitt angebracht.

Auf jeden Fall ein interessanter Artikel über ein für mich spannendes Thema. Mir fehlt aber "das Fleisch auf den Knochen". Vielleicht lässt sich in der Literatur des engl. Artikels noch das ein oder andere finden (Nachtrag: in dem in en.wp verlinkten Artikel von Althaus: 1) Hinweis auf eine Webersche Rezeption des Wahlkampfs, so was meine ich. 2) "Midlothian beerdigte die Honoratiorenpartei und die alte Parlamentskultur." sowas in der Art fehlt bspw. der Einleitung) . --Scantasyundfiencefiction (Diskussion) 16:17, 23. Nov. 2019 (CET)

Vielen Dank für diese Einschätzung. Ich habe einige Punkte (Gladstone, Einleitung) bereits aufgegriffen und arbeite daran, auch die anderen Dinge zu verbessern. Zum Irakkrieg: Das stimmt, es ist allerdings ein großes Paradox. Sowohl Blair fühlte sich durch Gladstone inspiriert als auch die Gegner des Irakkrieges.--Michael G. Lind (Diskussion) 21:50, 23. Nov. 2019 (CET)
@Scantasyundfiencefiction: Ich habe mich in den letzten Tagen bemüht, alle Punkte zu verbessern. Die Einleitung und die Historiche Relevanz sind erweitert worden, die Wahlkampgne habe ich eingehender beschrieben und mich auf die Gegenüberstellung von vorher/nachher der britischen Wahlkämpfe konzentriert. Falls du andere Kritikpunkte hast oder noch Unklarheiten siehst, bedanke ich mich für deine Rückmeldung. Lieben Gruß--Michael G. Lind (Diskussion) 22:19, 27. Nov. 2019 (CET)
Das sehe ich - und ich finde den Artikel nach kurzem Überfliegen sehr viel "runder" als vorher. Zu einem genaueren Lesen werde ich in der nächsten Zeit vermutlich aber nicht kommen. --Scantasyundfiencefiction (Diskussion) 23:38, 27. Nov. 2019 (CET)

Ahoi., Michael.

Folgendes ist mir aufgefallen :

  • Ich glaube dir zwar den Satz : Gladstones Biographen stimmen jedoch darin überein, dass sein Exil niemals vollständig war und er insgeheim mit einer Rückkehr in die aktive Politik liebäugelte, sobald sich ihm ein geeigneter Anlass dafür bot. aber in der KALP wäre dein Leben leichter wenn da ein paar EWs dahinter stehen würden.
  • Für mich wird nicht so ganz klar worin die neue Stimmung bestand auf welche hier : fand sich Gladstone allerdings zunehmend bezugslos zu der neuen Stimmung im Land Bezug genommen wird. War die neue Stimmung mehr relig. Toleranz gegenüber den Katholiken? Ich denke hier könnte man vielleicht mit wenigen Worten für mehr Verständnis für thematische Laien sorgen.
  • Während Gladstone sich in seinem unangenehmen Exil befand Ich denke das Wort unangenehm kann man als unnötige Wertung streichen.
  • Vor allem Konstantinopel sowie die Meerengen an Bosporus und Dardanellen waren in britischen Augen der Schlüssel zur Verteidigung dieser Interessen. Hier könnte man zur Verdeutlichung schreiben dass GB nicht wollte das RUS Istanbul und die Meerengen in die Hand kriegt da hierdurch RUS relativ zu GB an Macht gewonnen hätte.
  • Kann es sein dass hier : drohte er für diesen Fall offen mit einem allgemeinen Krieg. eher gemeint ist dass Gladstone vor einem allgemeinen Krieg mit RUS gewarnt hat?
  • moralischer Kreuzzug ich würde eher politische Kampagne schreiben.
  • Um den Leser nicht zu verwirren wäre es IMHO cool Disraeli auch nach seiner Adelung Disraeli zu nennen.
  • klagte schließlich demgegenüber Gladstone als Kriegstreiber an. Falls Disraeli Gladstone nicht wirklich vor ein Gericht gezerrt hat würde ich eher sowas wie kritisierte als Kriegstreiber schreiben. Auf englisch ginge das, aber auf deutsch hört sich das IMHO irgendwie komisch an.
  • Dieser Stimmungsumschwung in Teilen der Bevölkerung zeigte sich auch durch zwei öffentliche Demonstrationen in London gegen Gladstone. Es wäre interessant zu wissen wer diese Demos organisiert hat.
  • Es wäre sehr gut wenn man harte Zahlen finden könnte was der Wahlkampfspass den Earl of Rosebury gekostet hat.

Ich habe noch ein paar kleine sprachliche Änderungen vorgenommen. Sollten diese nicht gefallen kannst du sie einfach revertieren. An sich finde ich den Artikel gut, die Quellen sind wie immer auch sehr solide und ich denke er würde sich gut auf WP:KLA machen. Gruß -- Nasir Wos? 14:38, 7. Dez. 2019 (CET)

Hallo @Nasiruddin:, vielen Dank für das hilfreiche Feedback! Die Punkte werde ich abarbeiten. Die Neue Stimmung war imho ein allgemeiner Umschwung des Pendels weg von den Liberalen und ihren Ideen hin zu den Tories, die zum ersten mal seit 30 Jahren wieder wirklich dominierten, was für Gladstone, der einige Jahre lang selbst die Bühne dominiert hatte, schwer zu akzeptieren war. Moralischer Kreuzzug war die Formulierung zweier Biographen, ich werde also verdeutlichen, dass ich es aus den Quellen entnommen hatte. Die von dir eingearbeiteten sprachlichen Änderungen finde ich auch gut, danke.--Michael G. Lind (Diskussion) 23:31, 9. Dez. 2019 (CET)
Original: Original:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:RVG