St. Josef (Attendorn)

BW

Die ehemalige katholische Pfarrkirche St. Josef ist ein stadtbildprägendes Kirchengebäude in Attendorn im Kreis Olpe (Nordrhein-Westfalen).

Geschichte und Architektur

Nach der Erschließung des neuen Siedlungsgebietes Stürzenberg wurde der Neubau einer Filialkirche erforderlich. Das parallel zu einem Hang stehende Gebäude zeigt von der Sicht aus dem Tal heraus eine bemerkenswerte städtebauliche Wirkung. Es wurde von 1962 bis 1963 nach Plänen der Architekten Bernd und Otto Greitemann errichtet. Das lange Kirchenschiff ist hell verputzt und mit einem nur wenig geneigten Satteldach gedeckt. Das quadratische Chorhaus ist größer und höher als das Schiff, verglaste Bahnen setzen Akzente. Der Altarraum ist angehoben und wird in der Decke durch Unterzüge betont. Der Bereich wird von schlanken Rundstützen getragen. Die auf Stützen gestellten Wände des Schiffes werden von Verglasungen des Lichtbandes begleitet, sie sind Arbeiten von Walter Klocke. Die rechte Raumseite wird durch eine Fertigbeton-Lichtwand mit kleinen Öffnungen betont. Die Wände des Seitenschiffes sind von Lichtwänden, im Wechsel mit Beichtstühlen gegliedert. Eine leicht gesattelte Decke wird von quer über den Raum gespannte Binder getragen. Das an der Stirnwand hängende Bronzekreuz wurde 1963 von Karl-Josef Hoffmann geschaffen. Am 21. September 2013 wurde die Kirche in einer letzten heiligen Messe profaniert. Die Zeremonie führte der Paderborner Weihbischof Manfred Grothe durch. Anschließend wurde der Turm abgebrochen, die frühere Kirche wird nun vom Bistum als Depot für sakrale Gegenstände genutzt.

Turm

Der Turm stand auf einem rechteckigen Grundriss. Er war durch abgesetzte Wandscheiben und große rechteckige Schallöffnungen gegliedert und schloss flach ab.

Literatur

  • Heinrich Otten: Der Kirchenbau im Erzbistum Paderborn 1930 bis 1975. Bonifatius Verlag, Paderborn 2009, ISBN 978-3-89710-403-7

Koordinaten: 51° 7′ 41,8″ N, 7° 54′ 51,1″ O

Original: Original:

https://de.wikipedia.org/wiki/St._Josef_(Attendorn)