Portal:Marxismus

Themenbereich Marxismus: Projekt | Portal
Portal   Theorie   Zeitleiste   Vertreter   Strömungen   Ausgezeichnete Artikel   WikiProjekt    

Marx1867.jpg

Willkommen im Portal Marxismus!
Dieses Portal dient als Einstieg in die Thematik Marxismus in der deutschsprachigen Wikipedia.

Zitat der Woche • Alle

„Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“

W. I. Lenin: 21. November 1920, Lenin Werke 31, 414.
Scheveningen-beach4.jpg Person der Woche • Alle Personen der Woche
Bundesarchiv Bild 183-15304-0097, Berlin, Tagung Weltfriedensrat, Georg Lukacz, Anna Seghers.jpg

Georg Lukács [ˈlukaːtʃ] (mit vollständigem Namen György Szegedy von Lukács (Löwinger); * 13. April 1885 in Budapest; † 4. Juni 1971 ebenda) war ein ungarischer Philosoph, Literaturwissenschaftler und -kritiker. Lukács gilt (zusammen mit Ernst Bloch, Antonio Gramsci und Karl Korsch) als bedeutender Erneuerer einer marxistischen Philosophie und Theorie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Lukács entstammte einer wohlhabenden Familie des ungarisch-jüdischen Bürgertums: sein Vater war Bankdirektor in Budapest. 1918 trat Lukács der KP Ungarns bei. Er war während der viermonatigen ungarischen Räterepublik 1919 stellvertretender Volkskommissar für Unterrichtswesen in der Regierung von Béla Kun und 1948 Professor für Ästhetik und Kulturphilosophie in Budapest. Ursprünglich vom Neukantianismus (Emil Lask) sowie von Georg Simmel und Max Weber beeinflusst, war Lukács in seinen frühen philosophischen Schriften Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Karl Marx in gleicher Weise verpflichtet und wandte sich später einem vom deutschen Idealismus geprägten Marxismus zu. Früh lernte er Ernst Bloch kennen. Beide beteiligten sich an dem Gesprächskreis um Max Weber.

Starke Beachtung fand er mit seiner Theorie des Romans (1916), einer lebensphilosophischen Analyse, in der er die Geschichtlichkeit als eine zentrale Kategorie des gesellschaftlichen Seins herausstellt und die »transzendentale Obdachlosigkeit« der bürgerlichen Welt thematisiert.

Nach seiner Hinwendung zum Kommunismus fasste Lukács dieses Problem als das der Entfremdung. In diesem Sinn schlägt sein wirksamstes Werk Geschichte und Klassenbewußtsein. Studien über marxistische Dialektik von 1923 eine Brücke von Hegel über Marx zu Lenin und Rosa Luxemburg. Das Buch wurde zwar von der KPD abgelehnt, trug aber zur Linksorientierung der europäischen Intellektuellen in den 20er-Jahren und zur Entwicklung des Neomarxismus entscheidend bei. Lukacs selbst hat sich jedoch später teilweise von diesem Werk distanziert (vgl. das Vorwort zur Neuauflage von 1967).

Mit den unter dem Pseudonym Blum veröffentlichten Thesen (Blum-Thesen, 1928), in denen Lukács den Gedanken einer demokratischen Diktatur des Proletariats formulierte, brachte er sich in Widerspruch zur Parteilinie der KPD und wurde zur „Selbstkritik“ gezwungen. mehr
P writing.svg Thema der Woche • Alle Artikel der WocheAlle Artikel der Kategorie Marxismus
Gus Hall cropped.jpg

Gus Hall (* 8. Oktober 1910 im Cherry Township, Minnesota als Arvo Kustaa Hallberg/auch Arvo Kusta Halberg; † 13. Oktober 2000 in New York City) war ein US-amerikanischer Politiker der Kommunistischen Partei der USA (CPUSA). Von 1959 bis sieben Monate vor seinem Tod war er deren Generalsekretär. Mit einer Amtszeit von über 40 Jahren ist er der dienstälteste Generalsekretär in der Geschichte der offiziellen Kommunistischen Parteien. Innerhalb der CPUSA vertrat er eine starke Anlehnung an die Sowjetunion. Bei den Präsidentschaftswahlen 1972, 1976, 1980 und 1984 war Hall Präsidentschaftskandidat der CPUSA.

Hall war das fünfte von zehn Kindern finnischer Einwanderer aus der Gegend von Lapua und kam in der Iron Range, einer ländlichen Region Minnesotas, zur Welt. Diese Region galt als ein Zentrum finnischer Immigranten mit teilweise radikalen politischen Ansichten. Im Alter von 15 Jahren verließ er nach der achten Klasse die Schule und wurde im Nordwesten Minnesotas Holzfäller. Schon seine Eltern Matt, ein Bergmann, und Susannah Hallberg waren Mitglieder der Gewerkschaft Industrial Workers of the World. Sein Vater beteiligte sich im Jahr 1919 an der Gründung der CPUSA. Aus diesem Grund wurde Matt Hallberg auf eine Schwarze Liste (Blacklist) gesetzt, was für ihn bedeutete, dass ihm als Bergmann alle Chancen auf Anstellung genommen waren Durch diese erzwungene Arbeitslosigkeiten hungerte, nach Halls Ausführungen, die Familie stets. 1927 trat Hall mit 17 Jahren wohl auch auf Grund einer Werbung seines Vaters in die Jugendorganisation der CPUSA ein, die Young Communist League (YCL), deren Organisator für den nördlichen mittleren Westen er innerhalb eines Jahres wurde.

Von 1931 bis 1933 konnte Hall nach einer internen Auswahl der CPUSA in Moskau an der internationalen Lenin-Schule studieren. mehr
Pictogram voting keep.svg Neue ArtikelSuchen
Iris close-up.jpg Bild der Woche • Alle Bilder
Wikipedia-logo-v2.svg Übersicht


Classeur groupe 3 dont 1 penché.PNG
Kategorien

Derzeit sind 1420 Artikel zum Thema in der deutschsprachigen Wikipedia vorhanden.

[  ] Karl Marx
Dates.png
Jahrestage • Kalender
Color icon silver.svg
Gestorben
István Mészáros
19. Dezember 1930 - 2. Oktober 2017
Domenico Losurdo
14. November 1941 - 28. Juni 2018
Samir Amin
3. September 1931 - 12. August 2018
Annelies Laschitza
6. Februar 1934 - 10. Dezember 2018
Lucien Sève
9. Dezember 1926 - 23. März 2020
Wikimedia-logo.svg Schwesterprojekte

Verwandte Portale
Gesellschaftskritik · Philosophie · Politikwissenschaft · Sowjetunion · Soziologie · Wirtschaft

< Nachschlagen < Themenportale < Wissenschaft < Themen < Marxismus
Was sind Portale? | weitere Portale unter Wikipedia nach Themen
Qualitätsprädikat: informative Portale alphabetisch und nach Themen
Diese Seite wurde am 4. Januar 2007 in dieser Version in die Auswahl der informativen Listen und Portale aufgenommen.
Original: Original:

https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Marxismus