Nanook

Nanook
Allgemeine Informationen
Herkunft Grönland
Genre(s) Indie-Rock, Pop
Gründung 2005
Gründungsmitglieder
Christian K. Elsner
Gesang, Gitarre
Frederik K. Elsner
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Christian K. Elsner
Gesang, Gitarre
Frederik K. Elsner
Andreas Otte (seit 2011)
Martin Zinck (2008–2011; seit 2015)
Mads Røn (seit 2009)
Ehemalige Mitglieder
Bass
Ib Uldum (2008–2011)
Schlagzeug
Hans Rosenberg (2011–2014?)
Schlagzeug
Kim Heilmann (2014–2015)

Nanook (grönländisch Nanoq/Nanu: Eisbär) ist eine grönländische Musikband.

Geschichte

Die Band wurde von den beiden Brüdern Christian und Frederik Elsner aus Nanortalik gegründet, denen mit deren Eltern Ejvind und Marianne das Musiklabel Atlantic Music gehört,[1] das Grönlands größtes Label ist.[2] Frederik ist nebenbei noch einer der erfolgreichsten Badmintonspieler des Landes.

Erstmals in Erscheinung traten die beiden Brüder 2005, als sie den gleichnamigen Soundtrack für Christians Kurzfilm Inuup Tarraa (deutsch Die Schatten eines Mannes) schrieben. Der Film wurde 2007 beim Toronto Worldwide Short Film Festival gezeigt.[3]

Im Folgejahr gaben sie ihr erstes Konzert beim Atlantic Music Festival in Nuuk, wobei Ib Uldum und Martin Zinck von der Band Disko Democratic Republic sich ihnen anschlossen.[2]

Ein weiteres Jahr später veröffentlichten die vier ihr Debütalbum Seqinitta Qinngorpaatit (deutsch Unsere Sonne scheint auf euch), das im Sommer in Dänemark mit dem Musikproduzenten Mik S. Christensen aufgenommen wurde, wobei Mads Røn Bandmitglied wurde. 2010 wurde die Band von der dänischen Verwertungsgesellschaft Koda mit dem Jahrespreis für ihr Album ausgezeichnet, das kurz darauf in Grönland mit 5000 verkauften Platten Goldstatus erreichte.[2]

2011 wurde der Film Qaqqat alanngui (deutsch Im Schatten des Berges) unter der Regie von Malik Kleist gedreht, der zwei Lieder von Nanook enthielt: Neben Seqinitta Qinngorpaatit auch Ingerlaliinnaleqaagut (deutsch Lass uns zusammen verschwinden).[2]

Im selben Jahr veröffentlichte die Band ihr zweites Album Ai Ai (deutsch Klang der Freude), das innerhalb von einem halben Jahr Silberstatus erhielt. Daraufhin verließen Urdum und Zinck die Band.[2]

2012 veröffentlichte die Band das Lied Nilliasa (deutsch Ruf es), das zu einer Antikindesmissbrauchskampagne gehörte.[2]

2013 erfolgte die Veröffentlichung eines dritten Albums Nanook, das bei Mermaid Records in Dänemark veröffentlicht wurde und das neu aufbereitete frühere Lieder enthielt. Zeitgleich wurde ein eigenes Konzert der Band als Film und dazu eine Dokumentation veröffentlicht.[2]

Bereits ein Jahr später wurde mit Pissaaneqaqisut (deutsch Die Mächtigen) ein weiteres Album veröffentlicht, diesmal wieder beim Familienlabel. Auch für dieses Album wurde Nanook 2015 wieder von Koda ausgezeichnet.[3]

2016 wurde die Band die erste Grönlands, die ein Album in Japan veröffentlichte. Ai enthielt verschiedene Singles aus vorherigen Alben und ein neues Lied mit japanischer Übersetzung.[2]

2018 veröffentlichte die Band nach einer Island-Tournee ihr viertes Album, Ataasiusutut Misigissuseq.

Die Band ist bereits in Grönland, Dänemark, Island, Norwegen, Finnland, auf den Färöern, in den Vereinigten Staaten, Kanada und Japan aufgetreten und hat 15000 Tonträger verkauft.[2] Zudem wurden einige Lieder in der Fernsehserie Flying Wild Alaska vom Discovery Channel gezeigt.[4]

Diskografie

Alben

  • 2009: Seqinitta Qinngorpaatit
  • 2011: Ai Ai
  • 2013: Nanook
  • 2014: Pissaaneqaqisut
  • 2016: Ai (The Best of Nanook)
  • 2018: Ataasiusutut Misigissuseq

Singles

  • 2009: Kisimiinneq
  • 2009: Meeraq Kingulleq
  • 2009: Piiginnakkit
  • 2009: Qummut Isigaarq
  • 2009: Seqinitta Qinngorpatit
  • 2009: Sikkerpoq
  • 2009: Sivittorpormi
  • 2009: Tarniga Piareerpoq
  • 2009: Timmissat Taartut
  • 2011: Ai Ai
  • 2011: Akimut Ersittut
  • 2011: Inuinnaagavit
  • 2011: Kuserpalaaq
  • 2011: Nuiuarput
  • 2011: Pinngorpoq
  • 2011: Pinngortitaq
  • 2011: Sivisunngilaq
  • 2011: Ungasikkavit
  • 2011: Unneqqarinneq
  • 2012: Black Out
  • 2013: Ingerlaliinnaleqaagut
  • 2013: Night Sweats
  • 2014: Big Night Out
  • 2014: Growing Limbs
  • 2014: I Love U
  • 2014: Magic
  • 2014: Nanook
  • 2014: Outsider
  • 2014: Random Access
  • 2014: Sugar Smacks You’re Fired
  • 2014: The Experience
  • 2014: White Light
  • 2015: Ilunnittuassavoq

Video

  • 2013: Nanook - Live in Nuuk

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Firmenprofil bei atlanticmusicshop.gl
  2. a b c d e f g h i Bandbiografie bei greenlandicpopularmusic.com
  3. a b Bandbiografie bei Facebook
  4. Nanook - eine bekannte Band in Grönland und im Ausland bei greenland.com
Original: Original:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nanook