Karl Ohnesorg

Karl Ohnesorg (* 29. Juni 1867 in Mannheim; † 15. November 1919 in Hannover) war ein deutscher Dirigent und Komponist. 1912/13 war er Chefdirigent des Stadttheater-Orchesters Halle.

Leben

Karl Ohnesorg wurde 1867 im badischen Mannheim geboren.[1] Zu seinen Lehrern gehörten u. a. Carl Reinecke, Bruno Zwintscher und Felix Draeseke.[1] Danach wirkte er als Theaterkapellmeister in Königsberg i. Pr. und Lübeck.[1] Ab 1900 war er in der Nachfolge Bruno Walters[2] am Rigaer Theater im Gouvernement Livland tätig, wurde dann aber im Zuge des dortigen „Theaterkonflikts“ zum Ende der Saison 1908/09 entlassen.[3] Im Anschluss ging er nach Breslau.[4] 1912/13 war er Chefdirigent des Stadttheater-Orchesters Halle.[5] Daneben trat er als Komponist von Opern, Balletts und Operetten in Erscheinung.[1]

Werke (Auswahl)

  • Die Bettlerin vom Pont des Arts, Oper (Lübeck 1899)
  • Die Gauklerin, Oper (Riga 1905)
  • Zauber einer Polarnacht, Ballett (Dresden 1911)
  • Der gelbe Prinz, Operette (Dresden 1911)
  • Lady Luftikus, Operette (Nürnberg 1911)
  • Jonge Meisje, Operette (Dresden 1912)

Literatur

  • Ohnesorg, Karl. In: Paul Frank: Kurzgefaßtes Tonkünstlerlexikon. Für Musiker und Freunde der Tonkunst. Bearbeitet von Wilhelm Altmann, 12., sehr erweiterte Auflage, Carl Merseburger, Leipzig 1926.
  • Klaus-Peter Koch: Deutsche Musiker in Lettland einschließlich dem südlichen Livland. In: Musikgeschichte in Mittel- und Osteuropa (2015), Heft 15, S. 173.
  • Ohnesorg, Karl. In: Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Band 2: Hurka – Pallenberg. De Gruyter, Berlin 1960, ISBN 3-907820-30-4, S. 2606.
  • Ohnesorg, Karl. In: Hugo Riemann: Musiklexikon. Bearb. von Alfred Einstein, 11. Auflage, M. Hesse, Berlin 1929.

Einzelnachweise

  1. a b c d Ohnesorg, Karl. In: Hugo Riemann: Musiklexikon. Bearb. von Alfred Einstein, 11. Auflage, M. Hesse, Berlin 1929.
  2. Klaus-Peter Koch: Deutsche Musiker in Lettland einschließlich dem südlichen Livland. In: Musikgeschichte in Mittel- und Osteuropa (2015), Heft 15, S. 173.
  3. Carola L. Gottzmann, Petra Hörner: Lexikon der deutschsprachigen Literatur des Baltikums und St. Petersburgs. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Band 1: A–G. De Gruyter, Berlin u. a. 2007, ISBN 978-3-11-019338-1, S. 67.
  4. Ohnesorg, Karl. In: Paul Frank: Kurzgefaßtes Tonkünstlerlexikon. Für Musiker und Freunde der Tonkunst. Bearbeitet von Wilhelm Altmann, 12., sehr erweiterte Auflage, Carl Merseburger, Leipzig 1926.
  5. Susanne Range (Red.): Klangspuren. 100 Jahre Orchester des Opernhauses Halle 1897–1997. Hrsg. durch das Opernhaus Halle, Halle/Saale 1997, o. S.
Original: Original:

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Ohnesorg