International Federation of American Football

International Federation of American Football
International Federation of American Football
Gegründet 1998
Verbandssitz FrankreichFrankreich La Courneuve
Präsident KanadaKanada Richard MacLean
Generalsekretär AustralienAustralien Chris Josey
Mitglieder 5 Kontinentalverbände mit
50 Nationalverbänden
Homepage ifaf.org

Die International Federation of American Football (IFAF) ist der Weltverband für American Football mit Sitz in La Courneuve, Frankreich.

Geschichte

Auch wenn American Football ein typisch US-amerikanischer Sport ist, wird er in fast 100 Ländern der Erde ausgeübt. Um die weltweiten Aktivitäten außerhalb der US-amerikanischen Profiligen NFL und NFL Europe zu bündeln, wurde im Jahr 1998 die IFAF gegründet. Im gleichen Jahr gründete sich mit der International American Football Federation (IAFF) ein zweiter Weltverband. Nach der ersten Weltmeisterschaft im Jahre 1999 fusionierten im Jahr 2000 bei einer Konferenz in Paris beide Verbände zur International Federation of American Football.

Ein Meilenstein wurde erreicht, als die IFAF in die vom IOC anerkannte General Association of International Sports Federations (GAISF) aufgenommen wurde. Erst dadurch wurde der nächste Schritt möglich, sich zur Teilnahme an den World Games zu bewerben. Bei den 2005 in Duisburg konnte sich American Football erstmals als „Einladungs-Sportart“ bei den World Games präsentieren. Über 18.000 Zuschauer besuchten das Endspiel in der Duisburger MSV-Arena. Insgesamt 28.000 Zuschauer besuchten alle vier Spiele des Turniers, das von Deutschland gewonnen werden konnte.

Nach der Absage der IFAF-Weltmeisterschaft 2015 in Schweden aus finanziellen Gründen, wurde die Veranstaltung in die USA verlegt. Im Februar 2015 trat Tommy Wiking aufgrund der Absage der Veranstaltung als Präsident der IFAF zurück. Noch vor Beginn des IFAF-Kongresses 2015 in Canton (Ohio) kam es zur Spaltung des Weltverbandes, da es dem zurückgetretenen Präsidenten Wiking nicht erlaubt wurde im Präsidium des Kongresses Platz zu nehmen.[1] Eine Gruppe mit Sitz in New York wählte daraufhin Roope Norenen im September 2015 zum Interimspräsidenten und Richard MacLean im Jahr 2016 zum Präsidenten. Die andere Gruppe, mit Sitz in Paris, erkannte Tommy Wiking weiterhin als Präsidenten an.[2]

Im September 2016 suspendierte die IFAF Paris sechs Nationen, weil sie keine Spielerinformationen zur Dopingbekämpfung vorgelegt hatten. Die suspendierten Nationen waren die Vereinigten Staaten, Japan, Kanada, Mexiko, Finnland und Dänemark. Eine Gruppe europäischer Verbände wünschte sich eine Wiedervereinigung des Sports während eines Treffens im Dezember 2016 in Rom.[3] Die Ausrichtung der Weltmeisterschaften 2017 erfolgte durch die Pariser Gruppe, während die IFAF New York die Frauen-Weltmeisterschaft 2017 durchführte.

Im September 2017 hatte der Internationaler Sportgerichtshof (CAS) festgestellt, dass Wiking offiziell als Präsident zurückgetreten war. Und am 1. März 2018 wurde MacLean durch eine endgültige Entscheidung des CAS zum legitimen Präsidenten der IFAF erklärt, so ein Schreiben von MacLean und der IFAF.[4]

Die IFAF erklärte in dem Schreiben, dass CAS ihren endgültigen Schiedsspruch erlassen habe und dass die Wahl von Noronen zum Interimspräsidenten auf dem IFAF-Kongress 2015 im Kanton Ohio gültig sei und dass MacLean ordnungsgemäß zum Präsidenten der IFAF am 17. September 2016 gewählt wurde und er der derzeitige Präsident der IFAF sei. Das CAS-Urteil ermöglichte es der IFAF, wieder als einheitliche Organisation aufzutreten. Die Entscheidungen der IFAF Paris wurden für null und nichtig erklärt.[4] Im Oktober 2018 lehnte das Schweizer Bundesgericht eine Beschwerde von Wiking gegen den früheren Beschluss des CAS zugunsten der IFAF ab.

Mitglieder

IFAF-Mitglieder

Derzeit sind die folgenden nationalen Footballverbände in fünf Kontinentalverbänden Mitglieder in der IFAF.[5]

Die Suspendierung der Mitgliedschaft der Vereinigten Staaten, Kanada, Mexiko, Japan, Dänemark und Finnland im September 2016 durch die IFAF Paris, da die Verbände nicht die Regeln für die Anti-Doping-Maßnahmen eingehalten hätten[11], wurde 2018 durch den CAS für ungültig erklärt[4].

Aufgaben

Die IFAF ist bestrebt, American Football außerhalb Amerikas nicht nur bekannter zu machen, sondern zu erwirken, dass Football international als Sportart anerkannt wird. Mittelfristig soll erreicht werden, dass Football eine olympische Sportart wird.

Neben weiteren internationalen Wettbewerben organisiert die IFAF insbesondere die American-Football-Weltmeisterschaften.

Weltmeisterschaften

Die ersten Weltmeisterschaften fanden 1999 in Palermo, Italien, sowie 2003 in Hanau und Wiesbaden, Deutschland, statt. Aus beiden ging die Mannschaft Japans als Weltmeister hervor.

Die dritte Weltmeisterschaft im Jahr 2007 wurde nach Japan vergeben und fand in Kawasaki statt. Die Mannschaft der US-Amerikaner, die zum ersten Mal an einer Football-WM teilnahm, gewann. Sie wurde aus College-Spielern zusammengestellt.

Die Endrunde der Weltmeisterschaft 2011 wurde in Österreich ausgetragen. Im Finalspiel gewann die Mannschaft aus den USA klar gegen Kanada. Auch 2015 konnten die US-Amerikaner das Turnier für sich entscheiden.

Sonstiges

Vertreter des europäischen Kontinentalverbandes der IFAF ist der aus Österreich stammende Gregor Murth, der gleichzeitig Vizepräsident und Schriftführer des American Football Bundes Österreichs (AFBÖ) ist.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. IFAF Elects New President in Canton Congress - Or Did They? 18. Juli 2015, abgerufen am 5. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).
  2. Splintered IFAF Holding Two Separate Congresses this Saturday. 16. September 2016, abgerufen am 5. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).
  3. Italy Leads Appeal to Unify American Football in Europe. 25. Oktober 2016, abgerufen am 5. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).
  4. a b c IFAF Unified! Court of Arbitration rules Richard MacLean is President of IFAF. 2. März 2018, abgerufen am 5. Dezember 2018 (amerikanisches Englisch).
  5. Federations, online bei ifaf.org, abgerufen am 13. Juni 2013.
  6. Nations: Africa. Abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  7. Nations: Americas. Abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  8. Nations: Asia. Abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  9. Nations: Europe. Abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  10. Nations: Oceania. Abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  11. Wiking’s IFAF Faction Suspends Six Nations Including the United States, Canada, Mexico, and Japan. Abgerufen am 20. Januar 2017 (englisch).
Original: Original:

https://de.wikipedia.org/wiki/International_Federation_of_American_Football