Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessing, GemÀlde von Anna Rosina de Gasc (Lisiewska), 1767/1768, Gleimhaus Halberstadt
Lessings Unterschrift
Gotthold Ephraim Lessing, GemÀlde von Anton Graff (1771)
Gotthold Ephraim Lessing nach einem GemÀlde von C. JÀger

Gotthold Ephraim Lessing (* 22. Januar 1729 in Kamenz, Markgraftum Oberlausitz; † 15. Februar 1781 in Braunschweig) war ein bedeutender Dichter der deutschen AufklĂ€rung. Mit seinen Dramen und seinen theoretischen Schriften, die vor allem dem Toleranzgedanken verpflichtet sind, hat dieser AufklĂ€rer der weiteren Entwicklung des Theaters einen wesentlichen Weg gewiesen und die öffentliche Wirkung von Literatur nachhaltig beeinflusst. Lessing ist der erste deutsche Dramatiker, dessen Werk bis heute ununterbrochen in den Theatern aufgefĂŒhrt wird.

Leben

Herkunft

Gotthold Ephraim Lessing war das dritte Kind[1] und der zweitĂ€lteste Sohn des Kamenzer Archidiakons Johann Gottfried Lessing und seiner Frau Justina Salome (geb. Feller) (1703–1777).[2] Neun Geschwister folgten im Laufe der Jahre, jedoch ĂŒberlebten nur sieben seiner Geschwister ihren ersten Lebenstag, sodass Gotthold letztendlich der Ă€lteste Sohn war. Am 24. Januar 1729 wurde er in der St. Marienkirche in Kamenz durch seinen Großvater Gottfried Feller getauft.[3]

Der Vater Johann Gottfried Lessing war ein Vertreter der lutherischen Orthodoxie. So bestimmten bei den Lessings, die bereits in der zweiten Generation zur Elite der Stadt gehörten, vor allem die Bibel, der Glaube und die Sorge um das materielle „tĂ€gliche Brot“ das GesprĂ€ch beim Essen.[4]

Schule

Lessings Vater unterrichtete seinen Sohn zunĂ€chst selbst, um ihn auf Schule und UniversitĂ€t vorzubereiten. Bereits im Alter von fĂŒnf Jahren war Lessing in der Lage, die Bibel und den von seinem Vater formulierten Katechismus zu lesen. Anschließend bekam er den Privatlehrer Christlob Mylius an die Seite gestellt, mit dem er auch bis ĂŒber das Studium hinaus freundschaftlich verbunden blieb.

Als sich ihre Wege durch den Fortzug des Lehrers trennten, schickte sein Vater ihn in die öffentliche Lateinschule. Dort zeigte sich recht schnell, dass Lessing fĂŒr sein Alter eine rasche Auffassungsgabe besaß und ein kluges Kind war.[5] Als der Unterricht der Lateinschule nicht mehr den intellektuellen FĂ€higkeiten des SchĂŒlers genĂŒgte, reichte Lessings Vater 1737 beim KurfĂŒrsten ein Gesuch ein, den Sohn Gotthold Ephraim als „Alumnus mit einer freyen Kost-Stelle“[6] in der FĂŒrstenschule St. Afra in Meißen aufzunehmen. 1741 bestand er die AufnahmeprĂŒfung in St. Afra hervorragend und erfĂŒllte damit die vom Vater in ihn gesetzten Erwartungen.

Mit einem Stipendium der Familie von Carlowitz ausgestattet, wechselte er am 22. Juni 1741 an die FĂŒrstenschule in Meißen, wo er sich nach anfĂ€nglichen Konflikten mit der Schulordnung in das Anstaltsleben einfĂŒgte und neben dem umfangreichen Lehrplan der Schule in den alten Sprachen Latein, Griechisch und HebrĂ€isch nur wenig Zeit fand, sich mit der zeitgenössischen „schönen Literatur“, gar der deutschen, oder den modernen Zeitschriften zu beschĂ€ftigen. Erste schriftstellerische Versuche Lessings reichen in diese Zeit zurĂŒck. 1746 wurde Lessing vom Rektor Theophilus Grabener wegen seiner ausgezeichneten Leistungen vorzeitig entlassen.

Studium

Lessing ging zum Studium an die UniversitÀt Leipzig und immatrikulierte sich am 20. September 1746. Er studierte zunÀchst nach dem Wunsch des Vaters Theologie, verlor jedoch bald das Interesse daran und begann sich unter dem Einfluss seines Freundes Mylius, zum Kummer seiner Eltern, mit Poesie und Theater zu beschÀftigen.

1748 wechselte er zum Medizinstudium und begab sich am 20. August desselben Jahres zu weiteren Studien an die UniversitĂ€t Wittenberg.[7] Im November 1748 zog er nach einer ĂŒberstandenen Krankheit in die brandenburgische Residenzstadt Berlin. Dort rezensierte er die Berlinerische Privilegierte Zeitung (die spĂ€tere Vossische Zeitung), wurde 1750 Mitarbeiter bei den Critischen Nachrichten aus dem Reiche der Gelehrsamkeit und begegnete unter anderem 1750 Voltaire.

Ab 1751 konzentrierte sich Lessing weiter auf sein Studium in Wittenberg. Als Medizinstudent verfolgte er ein Studium an der philosophischen FakultĂ€t. Dort standen ihm die Vorlesungen von Johann Heinrich Martius in Poetik, Martin Hassen in Ethik, von Johann Daniel Ritter in Geschichte, von Georg Wilhelm Kirchmaier in Griechischer Sprache und Literatur, von Karl Gottlob Sperbach in Philosophie, von Georg Friedrich Baermann sowie Johann Friedrich Weidler in Mathematik, von Georg Matthias Bose in Physik und von Johann Wilhelm von Berger in Rhetorik zur VerfĂŒgung.[8] Als Medizinstudent waren zu seiner Studienzeit Georg August Langguth, Abraham Vater, Daniel Wilhelm Triller und Georg Rudolf Böhmer seine Lehrer.[9] So gebildet absolvierte Lessing am 29. April 1752 die Promotion zum Magister der Sieben Freien KĂŒnste wahrscheinlich mit einer Arbeit zu dem spanischen Arzt und Philosophen Juan Huarte.[7]

Oft verweilte G. E. Lessing im Gleimhaus zu Halberstadt

Berlin

Lessing und Johann Caspar Lavater zu Gast bei Moses Mendelssohn, GemÀlde von Moritz Daniel Oppenheim (1856)

Als Lessing im November 1752 nach Berlin zurĂŒckkehrte, bezog er gemeinsam mit Christian Nicolaus Naumann eine Wohnung. Er machte Bekanntschaft mit Karl Wilhelm Ramler, Friedrich Nicolai, Ewald Christian von Kleist, Johann Georg Sulzer und schloss Freundschaft mit Moses Mendelssohn.

Im Oktober 1755 kehrte er nach Leipzig zurĂŒck.[10] Im folgenden Jahr plante er eine auf mehrere Jahre angelegte Bildungsreise durch die Niederlande, England und Frankreich als Begleiter des Leipziger Kaufmannssohns Christian Gottfried Winkler (1731–1795)[11], die er und insbesondere Winkler jedoch wegen des SiebenjĂ€hrigen Krieges bereits in Amsterdam abbrechen mussten. Im selben Jahr begegnete er Johann Wilhelm Gleim, Friedrich Gottlieb Klopstock und Conrad Ekhof.

1758 zog Lessing erneut nach Berlin, wo er mit Friedrich Nicolai und Moses Mendelssohn zusammen die Briefe, die neueste Literatur betreffend veröffentlichte. 1760 wurde Lessing zum AuswÀrtigen Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften gewÀhlt.[12]

Breslau und Hamburg

Altes Theater am GĂ€nsemarkt in Hamburg bis 1827

Von 1760 bis 1765 war er in Breslau als SekretĂ€r beim General Tauentzien beschĂ€ftigt. 1765 kehrte er zurĂŒck nach Berlin.

1767 ging Lessing fĂŒr drei Jahre als Dramaturg und Berater an das Hamburger Nationaltheater, dessen HauptunterstĂŒtzer Abel Seyler war. Das Theater wurde bereits 1769 aus finanziellen GrĂŒnden wieder geschlossen, als Seyler sein ganzes Vermögen ausgegeben hatte. In dem Theater wurde Lessings StĂŒck Minna von Barnhelm aufgefĂŒhrt. WĂ€hrend seiner TĂ€tigkeit am Hamburger Theater machte er unter anderem Bekanntschaft mit Friedrich Ludwig Schröder, Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Melchior Goeze, Johann Friedrich Löwen und den Familien Reimarus und König. Dabei lernte er seine spĂ€tere Frau Eva König kennen, deren Mann Engelbert König zu diesem Zeitpunkt noch lebte.

Bibliothekar in WolfenbĂŒttel, Hochzeit

Lessinghaus in WolfenbĂŒttel.
Hier lebte und arbeitete Lessing nach seiner Hochzeit mit Eva König.

In WolfenbĂŒttel wurde er am 7. Mai 1770 Bibliothekar in der Herzog August Bibliothek. Dort entdeckte er das hochmittelalterliche Werk Schedula diversarum artium des Theophilus Presbyter, das er 1774 unter dem Titel Vom Alter der Ölmalerey aus dem Theophilus Presbyter herausgab.

Am 14. Oktober 1771 wurde Lessing in die Freimaurerloge Zu den drei Rosen in Hamburg aufgenommen, in einer abgewandelten Zeremonie in der Wohnung des Logenmeisters von Rosenberg, und in alle drei Grade eingefĂŒhrt. Er war zwar bis 1780 Mitglied, besuchte die Loge aber nie wieder. Er schĂ€tzte die Idee der Freimaurerei hoch, wie an seinem 1778 und 1780 erschienenen Werk Ernst und Falk zu sehen, nicht aber die reale Freimaurerei, wie sie sich damals zeigte.[13]

1771 verlobte er sich mit der 1769 verwitweten Eva König. 1775 wurde seine Arbeit in der Bibliothek unterbrochen durch mehrere Reisen zu Eva Königs jeweiligem Aufenthaltsort, nach Wien ĂŒber Leipzig, Berlin, Dresden und Prag und einer Audienz bei Kaiser Joseph II. Als Begleiter des braunschweigischen Prinzen Leopold reiste er nach Italien mit Aufenthalten in Mailand, Venedig, Florenz, Genua, Turin, Rom, Neapel und auf Korsika.

Am 8. Oktober 1776 heirateten[14] er und Eva König in Jork bei Hamburg im Hause von Johannes Schuback[15]. Am Weihnachtsabend 1777 gebar sie den Sohn Traugott, der aber am folgenden Tag starb. Am 10. Januar 1778 starb auch Eva Lessing an Kindbettfieber.

Tod

Sterbehaus in Braunschweig, 1905
Lessings Grab auf dem Magnifriedhof in Braunschweig

Im Jahre 1779 verschlechterte sich Lessings Gesundheitszustand. Ende Januar 1781 zog sich der von Asthma-AnfĂ€llen geplagte Dichter bei einer Fahrt von WolfenbĂŒttel nach Braunschweig bei eisigen Temperaturen eine ErkĂ€ltung zu. Am 3. Februar erlitt er in der Wohnung seines Gastgebers, Gehilfen und Vertrauten Simson Alexander David einen Zusammenbruch.[16] Lessing hatte sich bei den Behörden fĂŒr die Freilassung dieses jungen jĂŒdischen Kaufmanns aus dem GefĂ€ngnis eingesetzt, wo der Sohn des prominenten und reichen Hofkammeragenten Alexander David nach einer Lottobetrugs-AffĂ€re eingesessen hatte. Am 15. Februar 1781 abends zwischen acht und neun Uhr starb Lessing in den Armen von Simson Alexander David unmittelbar nach einem Aderlass an Brustwassersucht im Hause des Braunschweiger WeinhĂ€ndlers Angott, wo der Dichter eine Wohnung unterhielt. Bis zum letzten Atemzug soll sich Lessing angeregt ĂŒber die aktuelle Kirchenpolitik ereifert haben. Anlass war der Vorschlag der JĂŒlicher Geistlichkeit, nachlĂ€ssige Gottesdienstbesucher körperlich zu zĂŒchtigen, was den Dichter empörte. Augenzeuge David schrieb ĂŒber Lessings Todesstunde: „Er ist gestorben, wie er gelebt hat: Als ein Weiser, entschlossen, ruhig, voll Besinnung bis zum letzten Augenblick.“ KirchenblĂ€tter erregten sich ĂŒber die Tatsache, dass ein Jude an Lessings Totenbett anwesend war. In Braunschweig wurden von Lessings zahlreichen Gegnern gehĂ€ssige GerĂŒchte gestreut, Lessings Tod habe den Herzog 361 Taler abzuschreibenden Vorschuss gekostet. Die Hamburger Behörden untersagten jede Art von Nachrufen und Lobgedichten.

Lessing wurde auf dem Braunschweiger Magnifriedhof beigesetzt. 1793 setzte ihm der Braunschweiger Verleger Johann Heinrich Campe einen einfachen Stein mit Lessings Namen und Geburts- und Todestag. Sein Grab galt als verschollen und wurde 1833 von dem Braunschweiger Privatgelehrten und Kunsthistoriker Carl Schiller wieder aufgefunden.

Das heutige Grabmal mit einem ReliefportrĂ€t Lessings wurde erst 1874 aufgestellt. Es wurde nach einem Entwurf von Friedrich Lilly im Atelier des Hofbildhauers Theodor StrĂŒmpell ausgefĂŒhrt. Gestiftet wurde es von der Intendanz des Herzoglichen Hoftheaters mit Genehmigung des Herzogs Wilhelm.[17]

Wirken

Lessing war ein vielseitig interessierter Dichter, Denker und Kritiker. Als fĂŒhrender Vertreter der deutschen AufklĂ€rung wurde er zum Vordenker fĂŒr das neue Selbstbewusstsein des BĂŒrgertums. Seine theoretischen und kritischen Schriften zeichnen sich aus durch einen oft witzig-ironischen Stil und treffsichere Polemik. Das Stilmittel des Dialogs kam dabei seiner Intention entgegen, eine Sache stets von mehreren Seiten zu betrachten und auch in den Argumenten seines GegenĂŒbers nach Spuren der Wahrheit zu suchen. Diese erschien ihm dabei nie als etwas Festes, das man besitzen konnte, sondern stets als ein Prozess des sich AnnĂ€herns.

Der Gedanke der Freiheit – fĂŒr das Theater gegenĂŒber der Dominanz des französischen Vorbilds, fĂŒr die Religion vom Dogma der Kirche – zieht sich wie ein roter Faden durch sein ganzes Leben. Folgerichtig setzte er sich auch fĂŒr eine Befreiung des aufstrebenden BĂŒrgertums von der Bevormundung durch den Adel ein. In seiner eigenen schriftstellerischen Existenz bemĂŒhte er sich ebenfalls stets um UnabhĂ€ngigkeit. Sein Ideal eines Lebens als freier Schriftsteller ließ sich jedoch nur schwer gegen die ökonomischen ZwĂ€nge durchsetzen. So scheiterte in Hamburg das Projekt „Deutsches Museum“, das er 1768 mit Johann Christoph Bode durchzufĂŒhren versuchte.

Der Traum vom Theater

Lessing um 1780

In seinen theoretischen und kritischen Schriften zum Theater und seinem eigenen Dramenwerk versuchte er zur Entwicklung eines neuen bĂŒrgerlichen Theaters in Deutschland beizutragen. Er wandte sich dabei gegen die herrschende Literaturtheorie Gottscheds und seiner SchĂŒler. Vor allem kritisierte er die bloße Nachahmung der französischen Vorbilder und spielte Shakespeare gegen Corneille und Racine aus (vgl. 17. Literaturbrief). Lessing war es, der die Shakespeare-Rezeption in Deutschland ĂŒberhaupt begrĂŒndete. In seinen tragödienpoetischen Schriften (Briefwechsel ĂŒber das Trauerspiel, Hamburgische Dramaturgie) plĂ€dierte er fĂŒr eine RĂŒckbesinnung auf die klassischen GrundsĂ€tze von Aristoteles’ Poetik, wandelte aber die aristotelische Lehre von den tragischen Affekten Mitleid und Furcht (eleos und phobos) ab, indem er das Mitleid zum entscheidenden tragischen Affekt erklĂ€rte. In seinen eigenen Trauerspielen knĂŒpfte er an die attische Tragödie an, insbesondere an das Motiv der Verblendung, das den Untergang seiner tragischen Heldinnen (Sara Sampson, Emilia Galotti) bzw. seines tragischen Helden (Philotas) herbeifĂŒhrt.[18] Er arbeitete mit mehreren Theatergruppen zusammen (z. B. mit Friederike Caroline Neuber).

Seine eigenen Arbeiten erscheinen uns heute wie die Prototypen fĂŒr das sich spĂ€ter entwickelnde bĂŒrgerliche deutsche Drama. Miss Sara Sampson gilt als erstes deutschsprachiges bĂŒrgerliches Trauerspiel, Minna von Barnhelm als Vorbild fĂŒr viele klassische deutsche Lustspiele, Nathan der Weise als erstes weltanschauliches Ideendrama. Seine theoretischen Schriften Laokoon und Hamburgische Dramaturgie setzten MaßstĂ€be fĂŒr die Diskussion Ă€sthetischer und literaturtheoretischer GrundsĂ€tze. Lessing stand in seiner Suche nach einem deutschsprachigen bĂŒrgerlichen Theater stark unter dem intellektuellen Einfluss der französischen EnzyklopĂ€disten und Philosophen Denis Diderot.[19] So sah er in dessen Le Fils naturel ou les Épreuves de la vertu, comĂ©die suivie des Entretiens sur le Fils naturel (1757) kurz Fils naturel, den er in die deutsche Sprache ĂŒbertrug („Der natĂŒrliche Sohn, oder die Proben der Tugend, ein Vorbild“[20]) ein literarisches Vorbild fĂŒr seinen Nathan den Weisen (1779).[21] Lessing schĂ€tzte die Theaterreform von Diderot, vor allem wegen der Abschaffung der StĂ€ndeklausel, der Aufhebung der Heldenhaftigkeit der dramatischen Personen und der Verwendung prosaischer Sprache im Drama.[22][23]

Der Kritiker und AufklÀrer

In seinen religionsphilosophischen Schriften argumentierte Lessing gegen den Glauben an die Offenbarung und gegen das Festhalten an den „Buchstaben“ der Bibel durch die herrschende Lehrmeinung. Dem gegenĂŒber vertraute er auf ein „Christentum der Vernunft“, das sich am Geist der Religion orientierte. Er glaubte, dass die menschliche Vernunft, angestoßen durch Kritik und Widerspruch, sich auch ohne die Hilfe einer göttlichen Offenbarung entwickeln werde. Um eine öffentliche Diskussion gegen die orthodoxe „Buchstabenhörigkeit“ anzuregen, veröffentlichte er in den Jahren 1774 bis 1778 sieben Fragmente eines Ungenannten, die zum so genannten Fragmentenstreit fĂŒhrten. Sein Hauptgegner in diesem Streit war der Hamburger Hauptpastor Johann Melchior Goeze, gegen den Lessing unter anderem als Anti-Goeze benannte Schriften von Hermann Samuel Reimarus herausgab.[24]

Außerdem trat er in den zahlreichen Auseinandersetzungen mit den Vertretern der herrschenden Lehrmeinung (z. B. ebenfalls im Anti-Goeze) fĂŒr Toleranz gegenĂŒber den anderen Weltreligionen ein. Diese Haltung setzte er auch dramatisch im Drama Nathan der Weise um, als ihm weitere theoretische Veröffentlichungen verboten wurden. In der Schrift Die Erziehung des Menschengeschlechts legte er seine Position zusammenhĂ€ngend dar. Inspiriert von Jean de La Fontaine widmete er sich auch der Tierfabel, die er jedoch aufklĂ€rerisch und metaphysisch neu konzipierte: So etwa wird in seiner Fabel Der Rabe und der Fuchs Schmeichelei nicht etwa wie in der ursprĂŒnglichen Form der Geschichte belohnt, sondern mit dem Ziel einer gerechteren Moral hart bestraft.

Lessing und das Verlagswesen

Zwar wurden zu Lessings Zeiten Buchmanufakturen wie die von Johann Friedrich Cotta, Friedrich Nicolai oder die Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung zu Zentren der deutschen AufklĂ€rung; doch als Folge der damit einhergehenden Kommerzialisierung des Literaturbetriebs wurde es fĂŒr viele Autoren wie auch fĂŒr Lessing selbst immer wichtiger, sich neben (oft schlecht bezahlten) HofĂ€mtern EinkĂŒnfte aus dem Verkauf ihrer BĂŒcher zu sichern. In diesem Zusammenhang setzte er sich erfolglos fĂŒr eine Neuorganisation des Verlagswesens und eine gerechte Aufteilung der EinkĂŒnfte aus der Nutzung des geistigen Eigentums der Autoren sowie die Verhinderung von Raubdrucken ein, die wegen der deutschen Kleinstaaterei kaum durch amtliche Eingriffe zu verhindern waren.[25]

Werke (Auswahl)

Gedichte

Beispiel einer Lessing-Werkausgabe
  • Die drey Reiche der Natur (1747)
  • Kleinigkeiten (Erstdruck 1751)
  • Lieder. [Ausgabe 1771]
  • Oden. [Ausgabe 1771]
  • Sinngedichte. [Ausgabe 1771]

Fabeln

Dramen

Emilia Galotti, Titelblatt der Erstausgabe von 1772

Dramenfragmente

Ästhetische Schriften

Brief von Lessing an Ewald Christian von Kleist, 14. MĂ€rz 1758

Theologiekritische und philosophische Schriften

Ausgaben:

  • Werke und Briefe. 12 BĂ€nde in 14 TeilbĂ€nden. Hrsg. v. Wilfried Barner. Berlin 2003. ISBN 978-3-618-61053-3
  • Die Ehre hat mich nie gesucht. Gedichte, Briefe, kritische Schriften, StĂŒcke. MĂ€rkischer Dichtergarten. Hrsg. von Gerhard Wolf. Berlin 1985

PortrĂ€ts & BĂŒsten

  • unbekannter KĂŒnstler, Altersbildnis, Öl auf Leinwand, um 1780, (online, Lessing-Museum, Kamenz)
  • Johann Heinrich Tischbein d. Ä., PortrĂ€t, Öl auf Leinwand, 46 × 35 cm, um 1740, (online, Nationalgalerie Berlin)
  • Ernst Friedrich Bussler (1773–1840) nach Johann Heinrich Tischbein d. Ä., Radierung, Punktiermanier, 145 × 117 mm (Darstellung, oval), 226 × 148 mm (Platte), 246 × 166 mm (Blatt), um 1800. Staatliche Kunstsammlung Dresden, Kupferstich-Kabinett, Inventarnummer: A 1995-10462, (online, SKD).
  • Anton Graff (1736–1813), PortrĂ€t,[27] Öl auf Leinwand. 56,5 × 47 cm Brustbild, roter Rock mit gleichfarbiger Weste, Spitzenjabot, PerĂŒcke.
  • Friedrich MĂŒller (1749–1825) nach Anton Graff, PortrĂ€t, Kupferstich, 14,9 × 18,6 cm, (online, Winckelmann-Museum Stendal)
  • Lazarus Gottlieb Sichling (1812–1863), Brustbild nach rechts, Stahlstich nach Anton Graff um 1840 Kupferstich-Kabinett, Inventarnummer: A 1995-10424, Maße: 142 × 118 mm (Darstellung ohne Rahmung); 254 × 211 mm (Platte); 375 × 282 mm (Blatt), (online, SKD)
  • vermutlich Barbara Anna Rosina Lisiewska (1713–1783), PortrĂ€t, Öl auf Leinwand, 78,6 × 64,6 cm, um 1767–1768 (online, Gleimhaus Halberstadt, PortrĂ€tsammlung Freundschaftstempel)
  • Christian Friedrich Krull, BĂŒste, Höhe 38,4 cm, um 1780.
  • Ernst Rietschel, BĂŒste. Material und Technik: Gips, Maße: H. mit Sockel: 64 cm, B: 41,5 cm, T: 30,0 cm, um 1848 (Datierung bezieht sich auf das Original), Skulpturensammlung: Staatliche Kunstsammlung Dresden, Inventarnummer: ASN 0068, (online, SKD).
  • Ernst Rietschel, Kolossalstatue, Material und Technik: Gips, Maße: H (mit Plinthe): 280,0 cm, B: 115,0 cm, T: 107,0 cm, um 1848/49 (Datierung bezieht sich auf das Original), Skulpturensammlung: Staatliche Kunstsammlung Dresden, Inventarnummer: ASN 4700, (online, SKD).
  • Adolf Neumann: Bildnis (3/4-Figur, stehen), Holzstich, bez.: A. NEUMANN .X.A., in: Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt. Jahrgang 1879. Ernst Keil, Leipzig 1879, S. 5.

Ehrungen

Museen

Ausstellungsraum im einstigen Lessing-Museum Berlin, 1932
Berlin

Das Lessing-Museum in Berlin bestand von 1905 bis 1936. Es wurde von Georg Richard Kruse, einem Komponisten, Musikschriftsteller und Autographensammler zusammen mit Gleichgesinnten gegrĂŒndet. Das Museum sollte zum einen den Schriftsteller feiern und zum anderen dessen Gedanken der Toleranz zwischen Christen und Juden popularisieren. Die AusstellungsrĂ€ume wurden 1905 am vormaligen Wohnsitz Lessings am Königsgraben 10 eröffnet. 1910 musste das Museum einer Filiale des Warenhauses Tietz weichen und in das Nicolaihaus, BrĂŒderstraße 13, umziehen. Zeitweilig wurde das Museum auch Sitz der Lessing-Hochschule mit Kruse als deren Direktor (1913/14). Das Lessing-Museum hatte mit UnterstĂŒtzung der Familie und Sponsoren, darunter auch Juden und Freimaurer, ĂŒber die Jahre viele persönliche GegenstĂ€nde Lessings und seines Umfelds erwerben können. Nach der MachtĂŒbernahme der Nationalsozialisten wurde das Museum 1936 geschlossen. Die wertvollen Exponate wurden anderen Museen angeboten und verkauft.

Lessing-Museum im Lessinghaus in Kamenz
Kamenz

Das Museum in seiner Geburtsstadt Kamenz zeichnet nicht nur Lessings Lebensweg nach, sondern verknĂŒpft seine Biografie durch Theatermodelle, BĂŒhnenbild-EntwĂŒrfe und KostĂŒme auch mit der Theatergeschichte.

WolfenbĂŒttel

Heute informiert ein Museum mit 15 AusstellungsrĂ€umen im Lessinghaus WolfenbĂŒttel ĂŒber das Leben Lessings. Die ebenfalls in WolfenbĂŒttel ansĂ€ssige 1971 gegrĂŒndete Lessing-Akademie widmet sich Lessings Werk und der AufklĂ€rungsepoche.

DenkmÀler (Auswahl)

Lessing zu Ehren wurden vor allem im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts zahlreiche DenkmÀler errichtet.[28]

  • Das Lessing-Denkmal im Berliner Tiergarten (LennĂ©straße) wurde von Lessings Urgroßneffen Otto Lessing geschaffen und am 14. Oktober 1890 enthĂŒllt. Die Bronzebildnisse am Sockel zeigen den Verleger und Schriftsteller Friedrich Nicolai, den Dichter Ewald von Kleist und den Schriftsteller, Philosophen und Unternehmer Moses Mendelssohn.[30]
  • Auf dem Judenplatz in der Wiener Innenstadt befindet sich das von Siegfried Charoux geschaffene Lessing-Denkmal. Das Original wurde 1931/32 vollendet, 1935 enthĂŒllt und bereits 1939 von den Nationalsozialisten abgetragen und eingeschmolzen. 1962 bis 1965 schuf Charoux ein zweites Lessing-Denkmal aus Bronze, das 1968 auf dem Ruprechtsplatz enthĂŒllt und 1981 auf den Judenplatz ĂŒbersiedelt wurde.
  • In WolfenbĂŒttel erinnern ein von Friedrich Wilhelm Eugen Döll geschaffenes Reliefbild[31] an der Herzoglichen Bibliothek und das Denkmal Nathan der Weise aus dem Jahre 1961 an Lessing. Letzteres stammt von dem Bildhauer Erich Schmidtbochum. Der Schauspieler Ernst Deutsch saß Modell.

Weitere DenkmÀler:

  • Die von Ludwig Hoffmann entworfene und 1903 eröffnete LessingbrĂŒcke in Berlin-Moabit zeigte auf vier Bronzereliefs Darstellungen der Schluss-Szenen der Dramen Miss Sara Sampson, Emilia Galotti, Nathan der Weise und Minna von Barnhelm. Bei den 1983 wieder angebrachten Reliefs von August JĂ€kel handelt es sich um Nachbildungen der Originale von Otto Lessing, die wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges eingeschmolzen wurden.
  • Freiherr Otto August von Grote errichtete in dem Park seines Landgutes Breese 1781 ein Denkmal (heutzutage Gut Wrestedt/Uelzen).[32]
  • Das Lessing-Denkmal in Frankfurt am Main wurde im Auftrag des jĂŒdischen Frankfurter BĂŒrgers Herz Hayum Goldschmidt von Gustav Kaupert gestaltet und 1882 vor der ehemaligen Stadtbibliothek aufgestellt. Es steht seit 1961 in der Obermain-Anlage.[33]

Örtlichkeiten

In ĂŒber 1000 StĂ€dten und Orten wurden Straßen, Wege und PlĂ€tze nach Lessing benannt:

Gedenktafeln

  • Die 1913 von der Stadt Berlin gestiftete Gedenktafel am Nikolaikirchplatz 7 in Berlin-Mitte erinnert an die Vollendung des Werkes Minna von Barnhelm im Jahr 1765.
  • Eine Gedenktafel in Wittenberg erinnert an Lessings Studium in der Lutherstadt.
  • In Kamenz erinnert eine Gedenktafel an den frĂŒheren Standort seines Geburtshauses.

Preise

Zu Lessings Ehren wurden mehrere Lessing-Preise gestiftet:

Schulen

Nach Lessing wurden mehrere Schulen benannt, siehe Lessing-Schule.

Theater

Sonstiges

Nach Lessing und nach seinen beiden Großneffen, dem Arzt und Botaniker Christian Friedrich Lessing und nach dem Maler Karl Friedrich Lessing ist die Pflanzengattung Lessingia Cham. aus der Familie der KorbblĂŒtler (Asteraceae) benannt.[44]

Einige HĂ€user tragen in verschiedenen Orten auch seinen Namen.

Literatur

aktuell
historisch
  • Friedrich Schlegel: Über Lessing. 1797. In: Friedrich von Schlegel, Andreas Huyssen, [Hrsg.] „AthenĂ€ums“-Fragmente und andere Schriften (=Reclams Universal-Bibliothek. 9880). Durchgesehene und bibliografisch ergĂ€nzte Ausgabe, Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-15-009880-6, S. 46–75.
  • Franz Mehring: Die Lessing Legende. Dietz, Stuttgart, 1893 (Internationale Bibliothek 17).
  • Carl Christian Redlich: Lessing, Gotthold Ephraim. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 19, Duncker & Humblot, Leipzig 1884, S. 756–802.
  • Ludwig Eckardt: Lessing und das erste deutsche Nationaltheater in Hamburg. Boyes & Geisler, Hamburg, 1864, (online).
  • Theodor Wilhelm Danzel, Gottschalk E. Guhrauer: Gotthold Ephraim Lessing: sein Leben und seine Werke, 2,1 Gotthold Ephraim Lessing's Leben und Werke in der Periode vollendeter Reife; Erste Abtheilung, Dyk, Leipzig, 1853, (online, Bayerische Staatsbibliothek).
  • Theodor Wilhelm Danzel, Gottschalk E. Guhrauer: Gotthold Ephraim Lessing: sein Leben und seine Werke. Dyk, Leipzig, 1850, (online, Bayerische Staatsbibliothek).
  • Rudolf GenĂ©e: Das Evangelium der Toleranz. Eine SĂ€cular-Erinnerung, in: Die Gartenlaube. Illustrirtes Familienblatt. Jahrgang 1879. Ernst Keil, Leipzig 1879, S. 4−8. Mit Bildnis als Holzstich.

Kritik aus dem radikalen Pietismus

  • Johann Daniel MĂŒller: Der Sieg der Wahrheit des Worts Gottes ĂŒber die LĂŒgen des WolfenbĂŒttelschen Bibliothecarii, [Gotthold] Ephraim Lessing, und seines Fragmenten-Schreibers [das ist Hermann Samuel Reimarus] in ihren LĂ€sterungen gegen Jesum Christum, seine JĂŒnger, Apostel, und die ganze Bibel. 1780.
  • Vergleiche dazu Reinhard Breymayer: Ein unbekannter Gegner Gotthold Ephraim Lessings. Der ehemalige Frankfurter Konzertdirektor Johann Daniel MĂŒller aus Wissenbach/Nassau (1716 bis nach 1785), Alchemist im Umkreis [Johann Wolfgang] Goethes, Kabbalist, separatistischer Chiliast, Freund der Illuminaten von Avignon („Elias / Elias Artista“). In: Dietrich Meyer (Hrsg.): Pietismus – Herrnhutertum – Erweckungsbewegung. Festschrift fĂŒr Erich Beyreuther. Köln [Pulheim-Brauweiler] und Bonn 1982 (Schriftenreihe des Vereins fĂŒr Rheinische Kirchengeschichte, Band 70), S. 109–145 [dazu S. 108: „Schattenriss von [Johann] Daniel MĂŒller“].

Weblinks

 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Gotthold Ephraim Lessing – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ Biographie. Lessing-Akademie, abgerufen am 5. Juni 2015.
  2. ↑ Genealogie der Mutter Lessings, Justina Salome Lessing
  3. ↑ Monika Fick: Lessing-Handbuch. Leben-Werk-Wirkung. Metzler, 2000, ISBN 3-476-01685-4, S. 458
  4. ↑ Wilhelm von Sternburg: Gotthold Ephraim Lessing. Rowohlt, Reinbek 2010, ISBN 978-3-499-50711-3, S. 22 ff.
  5. ↑ Wilhelm von Sternburg: Gotthold Ephraim Lessing. Rowohlt, Reinbek 2010, ISBN 978-3-499-50711-3, S. 25–27
  6. ↑ Zitiert nach: Metzler Autorenlexikon. Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Stuttgart 1986, S. 417
  7. ↑ a b Fritz Juntke: Album Academiae Vitebergensis. JĂŒngere Reihe Teil 3, Halle (Saale), 1966, S. 274
  8. ↑ Heinz Kathe: Die Wittenberger Philosophische FakultĂ€t 1502–1817 (= Mitteldeutsche Forschungen. Band 117). Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2002, ISBN 3-412-04402-4, S. 455–470.
  9. ↑ Walter Friedensburg: Geschichte der UniversitĂ€t Wittenberg. Max Niemeyer, Halle (Saale) 1917, S. 580
  10. ↑ Wilfried Barner: Goethe und Lessing. Eine schwierige Konstellation. Wallstein Verlag, Göttingen 2001, ISBN 3-89244-408-0
  11. ↑ C. F. Gellerts Briefwechsel. Kritische Gesamtausgabe: C. F. Gellerts Briefwechsel: 1740–1756. (Bd. 1): 1740–1755: Bd. 1 Vorwort von Reynolds, John. F. Gruyter, Walter de (1988), ISBN 3-11-008409-0, S. 415.
  12. ↑ Biographie
  13. ↑ Eugen Lennhoff, Oskar Posner und Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. 5. ĂŒberarbeitete und erweiterte Neuauflage, Herbig 2006, ISBN 978-3-7766-2478-6, S. 506–508
  14. ↑ Jana CĂŒrten: Just Married vor 235 Jahren: Lessing traute sich in York, in Hamburger Abendblatt, Region-Stade, 12. November 2011, (online).
  15. ↑ Wikisource und NDB.
  16. ↑ Peter Jungblut: Ein verteufeltes Leben. Simson Alexander David - der Journalist, den Deutschland zur Hölle wĂŒnschte. Berlin 2016, S. 79 ff., außerdem: Hugo Göring (Hrsg.): Lessings Werke (in zwanzig BĂ€nden), Bd. 1, Stuttgart, 1874, Einleitung S. CVII
  17. ↑ Rolf Hagen: Lessing in Braunschweig. S. 639 (siehe Literatur).
  18. ↑ Gisbert Ter-Nedden: Lessings Trauerspiele. Der Ursprung des modernen Dramas aus dem Geist der Kritik. Stuttgart: Metzler Verlag, 1986 (Germanistische Abhandlungen 57). - Vgl. auch die EintrĂ€ge zu Sara Sampson, Emilia Galotti und Philotas im Figurenlexikon zu Lessings Dramen
  19. ↑ Th. C. Van Stockum: Lessing und Diderot. Neophilologus 1955, Bd. 39, Nr. 1, S. 191–202
  20. ↑ Das Theater des Herrn Diderot: Der natĂŒrliche Sohn, oder die Proben der Tugend. Bd. 1 Denis Diderot, Gotthold Ephraim Lessing, Voß, Berlin 1781
  21. ↑ Das Theater des Herrn Diderot ĂŒbersetzt von Lessing, 1760, darin u. a. Le fils naturel (1757) und Le pĂšre de famille (1758) ; MerkwĂŒrdiges Beispiel einer weiblichen Rache. Aus einem Manuskript des verstorbenen Diderot gezogen, Thalia, 1, 1785 ĂŒbersetzt von Schiller (Volltext auf Wikisource)
  22. ↑ Adam BĆŸoch: Deutsche Literatur im Zeitalter der AufklĂ€rung. Catholic University in RuĆŸomberok Press, RuĆŸomberok, Verbum 2011, ISBN 978-80-8084-701-2.
  23. ↑ Nikolas Immer; Olaf MĂŒller: Lessings Diderot »sĂŒssere ThrĂ€nen« zur LĂ€uterung des Nationalgeschmacks. S. 147–163
  24. ↑ Siehe auch Artikel Religionskritik
  25. ↑ G. E. Lessing: Leben und leben lassen (verfasst nach 1772), in; Werke Bd. 5, MĂŒnchen 1973, S. 781 ff.
  26. ↑ Erich Schmidt: Lessings Faust. Goethe-Jahrbuch, Band 2 (1881), S. 65–86: Digitalisat
  27. ↑ Das in Hamburg befindliche von Anton Graff im September 1771 gemalte Bildniss Gotthold Ephraim Lessing's: als Manuscript fĂŒr Freunde gedruckt; nebst einer Photographie dieses Bildes; Vortrag im Hamburger wissenschaftlichen Verein am 12. Februar 1868 von Adolph Soetbeer. - [Online-Ausg.]. - Hamburg : Ackermann & Wulff, [ca. 1868], (online, WDB).
  28. ↑ Vgl. Hermann Maertens: Die deutschen BildsĂ€ulen-Denkmale des XIX. Jahrhunderts. Stuttgart 1892
  29. ↑ PortraitbĂŒste (Archivlink via: Lessing-Portal)
  30. ↑ Jörg Kuhn: Otto Lessing (1846–1912). Bildhauer, Kunstgewerbler, Maler. Leben und Werk eines KĂŒnstlers des SpĂ€thistorismus unter besonderer BerĂŒcksichtigung seiner TĂ€tigkeit als Bauplastiker. Phil Diss. FU Berlin 1994.
  31. ↑ Hans Butzmann: Lessings Denkmal in WolfenbĂŒttel. Ein Vorspiel zur Geschichte der Lessingverehrung, WolfenbĂŒttel, Herzog August Bibliothek, 1982.
  32. ↑ Gottschalk E. Guhrauer: Gotthold Ephraim Lessing: sein Leben und Werke in der Periode vollendeter Reife., Bd. 2. Dyk'sche Buchhandlung, Leipzig, 1854, S. 362, (online)
  33. ↑ Kunst-im-öffentlichen Raum Frankfurt (abgerufen am 24. Juni 2016)
  34. ↑ Lessingstraße in Deutschland. Straßen in DE, abgerufen am 24. Januar 2016.
  35. ↑ Lessingstraße52-68 in Deutschland. Straßen in DE, abgerufen am 24. Januar 2016.
  36. ↑ Lessing-Straße in Deutschland. Straßen in DE, abgerufen am 24. Januar 2016.
  37. ↑ Lessing Straße in Deutschland. Straßen in DE, abgerufen am 24. Januar 2016.
  38. ↑ Lessingweg in Deutschland. Straßen in DE, abgerufen am 24. Januar 2016.
  39. ↑ Lessingplatz in Deutschland. Straßen in DE, abgerufen am 24. Januar 2016.
  40. ↑ Lessingring in Deutschland. Straßen in DE, abgerufen am 24. Januar 2016.
  41. ↑ LessingbrĂŒcke in Deutschland. Straßen in DE, abgerufen am 24. Januar 2016.
  42. ↑ Lessingallee in Deutschland. Straßen in DE, abgerufen am 24. Januar 2016.
  43. ↑ Lessingtunnel in Deutschland. Straßen in DE, abgerufen am 24. Januar 2016.
  44. ↑ Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie UniversitĂ€t Berlin Berlin 2018. [1]
Original: Original:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gotthold_Ephraim_Lessing