Dagmar Manzel

Dagmar Manzel, 2014

Dagmar Manzel (* 1. September 1958 in Berlin-Friedrichshagen) ist eine deutsche Schauspielerin, Sängerin und Hörspielsprecherin.

Leben

Dagmar Manzel ist die Tochter des Lehrerehepaares Paul und Annemarie Manzel (geb. Römer). Nach dem Abitur an der Alexander-von-Humboldt-Oberschule in Köpenick wurde sie von 1977 bis 1980 an der Staatlichen Schauspielschule Berlin im Schauspiel ausgebildet. Bereits im zweiten Studienjahr spielte sie in einer vom Fernsehen aufgezeichneten Inszenierung des Urfaust.[1]

1980 erhielt sie ein Engagement am Staatstheater Dresden und 1983 am Deutschen Theater Berlin, das bald zu ihrer künstlerischen Heimat wurde. Von 1983 bis 2001 gehörte sie dem Haus als festes Ensemblemitglied an und arbeitete in dieser Zeit unter anderem mit Regisseuren wie Thomas Langhoff, Heiner Müller, Thomas Schulte-Michels und Frank Castorf zusammen.[1]

Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit tritt sie als Gast auch immer wieder in Musiktheaterproduktionen auf. So übernahm sie 2002 die Titelrolle in Thomas Schulte-Michels Inszenierung von Jacques Offenbachs Operette Die Großherzogin von Gerolstein am Deutschen Theater Berlin und spielte ebenfalls die Hauptrolle in seiner Inszenierung von Offenbachs Operette La Périchole 2008 am Berliner Ensemble.

Im Herbst 2004 spielte Dagmar Manzel an der Komischen Oper Berlin die weibliche Hauptrolle in Stephen Sondheims Musical Sweeney Todd unter der Regie von Christopher Bond, auf dessen Vorlage Sondheims Stück ursprünglich basiert.

2012 wurde Manzel für ihre Nebenrolle in Christian Schwochows Drama Die Unsichtbare mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Seit 2015 ist Manzel im zweiten Tatort-Team des Bayerischen Rundfunks, das in Franken ermittelt, als Hauptkommissarin Paula Ringelhahn zu sehen.[2]

Ab 2012 stand sie mit Sieben Songs / Die sieben Todsünden auf der Bühne der Komischen Oper Berlin.[3] In der Operette Ball im Savoy, ebenso in der Komischen Oper Berlin, spielt sie seit 2013 die Rolle der Madeleine de Faublas.[4] Seit 2016 steht sie als Cleopatra, Königin von Ägypten in der Operette Die Perlen der Cleopatra auf der Bühne der Komischen Oper Berlin.[5]

Seit 1994 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin.[6]

Dagmar Manzel war in erster Ehe mit dem Schauspieler Marcus Kaloff und in zweiter Ehe mit dem Schauspieler, Maler und Lyriker Robert Gallinowski verheiratet. Sie hat einen Sohn (* 1994) und ist die Mutter der Schauspielerin Klara Manzel.[1]

Filmografie (Auswahl)

Kino

Fernsehen

Theater

Dokumentarfilme

  • Irgendwo auf der Welt – Dagmar Manzel entdeckt Werner Richard Heymann. Dokumentarfilm, Deutschland, 2011, 58:10 Min., Buch und Regie: Enrique Sánchez Lansch, Produktion: rbb, Erstsendung: 11. Dezember 2011 bei rbb, Inhaltsangabe von Musik Heute.
  • Dagmar Manzel – Porträt einer Antidiva. Dokumentarfilm, Deutschland, 2018, 43:00 Min., Buch und Regie: Josephine Links und Maria Wischnewski, Produktion: koberstein film, rbb, BR, MDR, Erstsendung: 27. August 2018 beim BR Fernsehen, Inhaltsangabe von ARD, online-Video aufrufbar bis zum 21. August 2020.

Diskografie

Hörspiele

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks

 – Sammlung von Bildern

Film

Oper und Theater

Einzelnachweise

  1. a b c Ines Walk: Biographie Dagmar Manzel. (Memento vom 8. November 2014 im Internet Archive) In: film-zeit.de, März 2008.
  2. Franken-Tatort: „Tatort“: Das sind die Franken-Kommissare. In: Bayerischer Rundfunk, abgerufen am 26. November 2013.
  3. Sieben Songs / Die sieben Todsünden. (Memento vom 4. Oktober 2015 im Internet Archive). In: Komische Oper Berlin.
  4. Ball im Savoy. (Memento vom 5. Oktober 2015 im Internet Archive). In: Komische Oper Berlin.
  5. Die Perlen der Cleopatra. (Memento vom 4. Dezember 2016 im Internet Archive). In: Komische Oper Berlin.
  6. Darstellende Kunst − Mitglieder: Dagmar Manzel • Schauspielerin. In: Akademie der Künste Berlin.
  7. Foto: Paula Preis. In: B.Z., 12. Februar 2017.
Original: Original:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dagmar_Manzel